Tomate – Dattelwein

lat. Solanum lycopersicum

Englisch: Tomato

Starkzehrer

Geschichte

Die Tomate (Solanum lycopersicum) gehört zu den Nachtschattengewächsen und stammt ursprünglich aus Mittelamerika, wo sie bereits von den Maya genutzt wurden. Durch spanische Eroberer kam sie nach Europa. Kulturelles und geschichtliches ist vor allem aus Mittelmeerländern bekannt, wo die Pflanzen rasch heimisch wurden. Anfangs verzehrte man noch die unreifen, grünen Früchte, was zu Vergiftungen führte, da den Menschen damals noch nötige Informationen über das in Tomaten enthaltene Solanin fehlten. So setzte sie sich zunächst vorwiegend als Zierpflanze durch. Doch auch damals schon erkannte man den medizinischen Wert der Tomate.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 0,8 g
Fett 0,1 g
Kohlenhydrate 2,8 g
         davon Zucker 2,5 g
Ballaststoffe 1,0 g
Kalorien 15,0 kcal / 63,0 kJ

Gesundheit

Tomaten enthalten das Carotinoid Lycopin, das vor koronaren Herzerkrankungen und Arteriosklerose schützen soll. Auch eine entzündungshemmende Wirkung wird ihnen nachgesagt. Zudem sind Tomaten reich an Vitamin C, K,E und Betacarotin, Mineralstoffen wie Kalium, Kupfer und Eisen sowie sekundären Pflanzenstoffen. Ihr Kaloriengehalt ist dabei gering.

Vermehrung

Kulturelles Interesse besteht am Erhalt alter Tomatensorten, zu denen auch die aus Deutschland stammende Dattelwein zählt. Die Tomatenpflanzen werden in der Regel vorgezogen. Das Saatgut kann ab Ende Januar in beheizten Räumen ausgesät werden. Ab Mitte Mai können die Tomatenpflanzen ins Freie umgesiedelt werden, wo sie im Abstand von 100×50 cm gepflanzt werden sollten. Saatgut sollte immer dunkel, trocken und kühl gelagert werden, Aufbewahrungsgefäße dabei am Besten mit allen nötigen Informationen beschriften.

Klima

Ein warmer, sonniger Ort ist ideal für Tomaten. Die Pflanzen sollten vor Regen und Wind geschützt werden. Auf tiefgründigem, humosen Boden gedeihen sie am besten. Tomaten gleichmäßig feucht halten, dabei jedoch unbedingt Staunässe vermeiden.

Ernte

Dattelwein zeichnet sich vor allem durch ihren reichen Ertrag aus. Bis zu 100 kleine, gelbe Tomaten hängen an einer fächerförmigen Rispe. Deren charakteristische Form geht von oval bis birnenförmig. Das Fleisch ist saftig und zart, mit lieblich-würzigem Geschmack. Die Schale ist besonders platzfest. Die Tomatenflanzen werden bis zu zwei Meter hoch und eignen sich sowohl zum Freiland- als auch zum Gewächshausanbau. Sie kann ein- oder mehrtriebig gezogen werden. Die Ernte der Tomaten erfolgt ab Mitte Juli.

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