Gärtner ABC

Bio Dünger - Alles rund um den Bio Dünger und die Herstellung

Bio Düngemittel

Es gibt viele Gründe Dünger in natürlicher Weise zu benutzen und auch selbst herzustellen. Ob im heimischen Garten oder im Ackerbau, Pflanzen benötigen, um gesund zu wachsen Wärme, Licht und Nährstoffe. Chemische Düngemittel können den Boden mit vielen Schadstoffen unbrauchbar machen. Die Herstellung von Bio Dünger ist einfach und dabei deutlich günstiger. In dieser Schritt für Schritt Anleitung wird auf die beliebtesten, natürlichen Bio Düngemittel eingegangen.

Was wird benötigt, um einen Bio Dünger aus Brennnesseln herzustellen? 


Brennnesseljauche findet bei vielen Garten Liebhabern und Hobby Gärtnern eine immer größer werdende Beliebtheit. Sie ist schnell und unkompliziert aus wenigen Zutaten herzustellen. Vor allem die Vielseitigkeit dieses Düngemittels ist kaum Schlagbar. Hiermit kann lästigem Unkraut der Kampf angesagt werden. Ohne jedoch Pflanzen zu schädigen.

Für die Brennnesseljauche werden ca. 1 kg frische Brennnessel Triebe benötigt. Sollte man sich für die getrocknete Variante entscheiden, so sind es nur 200 g die benötigt werden. Hinzu kommen 10 Liter Wasser. Am besten verwendet man Regenwasser, da dies mineralarmer ist als Leitungswasser. Ein hohes Gefäß wie ein Eimer, oder eine Regentonne sind von Vorteil. Um den Gärungsprozess optimal zu unterstützen ist es ratsam, dass Gefäß mit einem luftdurchlässigen Gegenstand wie beispielsweise eine Jute Tüte abzudecken.

Weitere Schritte

Die Brennnessel-triebe werden mithilfe einer Schere klein geschnitten. Danach werden die Triebe mit 10 Liter Regenwasser übergossen. Mit einem langen Brett oder einem Besenstiel kräftig umrühren. Nun ist darauf zu achten, dass alle Brennnessel Triebe mit Wasser bedeckt sind. Da der Gärungsprozess sehr stark ist, wird sich ein unangenehmer Geruch in der Luft nicht vermeiden lassen. Mit Gesteinserde (ca. 100g), etwas Kompost, oder etwas Lehmerde kann der Geruch jedoch stark gemindert werden. Das Gefäß wird nun mit einem luftdurchlässigen Gegenstand abgedeckt. Nach ungefähr 2 Wochen ist das Bio Düngemittel fertig. In diesen zwei Wochen sollte die Jauche täglich durchgerührt und in Bewegung gehalten werden. Während des Gärungsprozesses bilden sich kleine Bläschen, sollten diese nicht mehr sichtbar sein ist die Brennnesseljauche fertig. Mithilfe eines Siebs wird die Jauche nun von den Brennnessel Blättern getrennt. Übrig gebliebene Triebe können auf dem Kompost entsorgt, oder zum Mulchen des Beetes genutzt werden. Verwendet wird der Bio Dünger im Verhältnis 1:10 mit Wasser.

Sollte die Brennnesseljauche zur Schädlingsabwehr eingesetzt werden, muss die Jauche noch einmal durch ein Baumwolltuch gegossen werden, um wirklich alle Pflanzenteile zu entfernen. Jetzt kann die Jauche in ein Sprühgerät gefüllt werden. Im Nutzgarten sollte diese Jauche allerdings nur auf die Blätter oder Pflanzenteile gesprüht werden, die nicht verzehrt werden sollen.

Brennnessel Sud ist eine effiziente und sehr schnelle Lösung zur Schädlingsbekämpfung. Hierfür sollten allerdings ausschließlich frische Brennnessel Triebe zur Herstellung des Bio Düngemittels verwendet werden. Bei der Brennnessel Brühe werden die Pflanzenteile nur aufgekocht. Nach dem Abkühlen werden die Pflanzenteile entfernt. Der Brennnessel Sud ist danach sofort einsetzbar.

Anleitung zur Düngung mit Kaffeesatz

Kaffeesatz ist wohl das einfachste Bio Düngemittel, auf welches viele Hobby-Gärtner gerne zurückgreifen. Die Vielseitigkeit von Kaffeesatz ist enorm. Beeren, Sträucher, sowie Gemüse Pflanzen profitieren von dem hohen Gehalt an Mineralien. Tomaten, Gurken, Kürbis und Zucchini belohnen eine regelmäßige Düngung mit Kaffeesatz durch üppiges Wachstum und reichlichen Ertrag. Empfohlen wird eine Düngung einmal wöchentlich. Hierzu wird 1 Teelöffel Kaffeesatz in die Erde eingearbeitet. Für ein optimales Ergebnis sollte der Kaffeesatz mit Kompost gemischt werden und danach in den lockeren Boden eingearbeitet werden.

Eierschalen Reste!

Sollte das Gießwasser zu wenig Kalk aufweisen, so kann mithilfe von Eierschalen schnell und wirkungsvoll Abhilfe geschaffen werden. Zu wenig Kalk Gehalt im Gießwasser bewirken, dass der Boden hart und trocken wird. Eierschalen erhalten den Boden wunderbar locker. Damit wird gewährleistet, dass alle Mineralien bis zur Wurzel vordringen können. Die Eierschalen werden hierzu einfach dem Gießwasser zugefügt. Die Konzentration der Dünger Methode mit Eierschalen ist simpel. Empfohlen sind von 3 Eiern die Eierschalen Reste in einer handelsüblichen Gießkanne mit 10 Litern Fassungsvermögen beizumengen. Hierbei ist zu beachten, dass nicht alle Pflanzen im Garten Kalk vertragen. Magnolien und Rhododendron vertragen beispielsweise kein kalkhaltiges Gießwasser.

Doch welche natürlichen Bio Dünger gibt es noch, um den Ertrag und das Bodenleben weiter zu steigern?

Pferdeäpfel

Pferdeäpfel werden in einem Gefäß mit ungefähr 10 Litern Wasser übergossen und unbedeckt an einem sonnigen Platz für 3 bis 4 Tage ziehen gelassen. Mit diesem Sud erhalten vor allem Tomaten, Gurken und Kräuter wichtige Nährstoffe. Im Idealfall werden Pferdeäpfel frisch verwendet.

Fruchtfolge – Was ist eine Fruchtfolge und wie wende ich diese an?

Um das einseitige Entziehen der lebenswichtigen Nährstoffe aus dem Boden zu verhindern, sollten Gärtner nie dieselbe Pflanzenart am gleichen Platz anbauen. Durch verschiedene Stoffe, welche von Wurzeln ausgeschieden werden, wird das Wachstum gehemmt und Krankheiten, sowie Schädlinge haben ein leichtes Spiel sich auszubreiten.

Durch eine geplante Aufeinanderfolge der Pflanzenarten auf einem Beet über mehrere Jahre (meist 3 -4 Jahre) hinweg, kann der einseitige Nährstoffentzug verhindert werden. Auch Mikroorganismen im Boden benötigen Zeit sich zu erholen.

Hier sehen Sie ein Beispiel, wie jedes Jahr das Beet neu bepflanzt werden kann:

1.      Jahr 2.      Jahr 3.      Jahr 4.      Jahr
Kohl Zwiebeln Salat Karotte
Karotte Kohl Zwiebeln Salat
Salat Karotte Kohl Zwiebeln
Zwiebeln Salat Karotte Kohl

 

Gießen – Wie und wann gieße ich richtig?

Saatgut, welches Sie zu Hause/im Gewächshaus aufziehen, oder direkt im Freiland gesät haben, sollte immer feucht gehalten werden, da ansonst Gefahr besteht, dass die feinen Wurzeln vertrocknen und somit keine Flüssigkeit/Nährstoffe mehr aufnehmen kann.

Doch zu nasse Füße vertragen die Sämlinge und generell meisten Pflanzen nicht. Um den Samen nicht mit dem harten Wasserstrahl tiefer in die Erde zu spülen, (und somit die Chance auf die Keimung zu verringern) ist für das Angießen, bzw. anfeuchten eine einfache Sprühflasche geeignet. Füllen Sie nicht zu kaltes, etwa handwarmes Wasser in die Flasche und benetzen Sie die Erde damit.

Für die heißen Tage im Außenbereich:

Am besten gießen Sie morgens, sobald die Sonne aufgeht, oder am späten Nachmittag bis es dunkel wird. Auch auf eine kleine und sanfte Dusche freuen sich Ihre Pflanzen. Über die Mittagszeit sollte nicht gegossen werden. Wassertropfen welche auf den Pflanzen landen haben den selben Effekt wie eine Lupe. Das stark gebündelte Licht verbrennt unsere Pflänzchen.

Ein regelmäßiger Gießrhythmus ist optimal. Abgestandenes Regenwasser ist für Ihre Pflanzen bestens geeignet und dem aus der Leitung vor zu ziehen. Auf Regenfall freuen wir uns besonders, denn es ist die natürlichste/ressourcen sparendste Art der Bewässerung und bereitet uns keinerlei Aufwand.

Hochbeet - Alles rund um das Thema Hochbeet

Was ist ein Hochbeet?

Ein Hochbeet ist ein Beet das von der Ebenerdigkeit auf bis zu Hüfthöhe oder noch höher angehoben wurde. Dadurch ergeben sich mehrere Änderungen in der Pflege und im Unterhalt des Beetes. Beete dieser Art können alle vorstellbaren Formen haben und können entweder komplett vom Boden bis zur Pflanzhöhe gefüllt sein oder besitzen einen Einsatz, der einem Blumentopf ähnelt und die benötigte Erdmenge senkt. Meistens soll das Hochbeet das Arbeiten erleichtern oder eine optische Aufwertung erreichen. Nach Möglichkeit sollte man eine Nord-Süd-Ausrichtung wählen um die Sonneneinstrahlung möglichst optimal ausnutzen zu können.

Wie baut man ein Hochbeet?

Die beste Jahreszeit um ein Hochbeet anzulegen ist der Herbst. Hier erhält man auch gleich alle Materialen, die man später für die Füllung braucht von der Natur geliefert. Für das Außengerüst können von Metall über Holz, oder Kunststoff alle Materialien genutzt werden, die in passender Form vorhanden sind. Empfehlenswert sind Harthölzer oder Stein da sie naturnah und widerstandsfähig sind. Die rechteckige Grundform ist die einfachste Form für ein solches Beet und die am häufigsten genutzte.

Dabei sollte man darauf achten, dass die Seiten an den Ecken ineinander greifen, um so eine möglichst hohe Stabilität zu erreichen. Beim Befüllen entsteht ein starker Innendruck nach außen und durch eine zu schwache Konstruktion besteht die Gefahr, dass das gerade gebaute Hochbeet einfach auseinander gedrückt wird. Deshalb sollte bei jedem Material, dass gewählt wird ein Bauplan vorhanden sein, der diese Kräfte und auch die von außen wirkenden Einflüsse, wie starker Wind oder starker Regen, berücksichtigt.

Fällt die Wahl auf Holz, dann sollte man die Innenseite des Beetes mit einer Teicholie (es gibt in Baumärkte/Fachmärkte spezielle Noppenfolien für Hochbeete) auskleiden, um so zu verhindern, dass durch die dauerhafte Nässe das Holz  zu verrotten/schimmeln beginnt.

Wie befülle ich mein Hochbeet richtig?

Die Füllung besteht bei größeren Beeten in der untersten Schicht aus Grünabfällen, Stöcken und dann aufsteigend aus: Gartenerde, Kompost und als Deckschicht Blumenerde. Durch das Einbringen von Kompost und Pflanzenresten (mulchen) kann auf künstlichen Dünger verzichtet werden. Nur in Ausnahmefällen muss nachgedüngt werden. Es gibt die verschiedensten Arten von Bio Dünger, ob selbst hergestellt, oder im Fachhandel gekauft, auf die richtige Dosierung kommt es an! Mehr Informationen über Kompost erhalten Sie im Menüpunkt: FarmerWiki – Fragen und Antworten – Kompost. 

Verschiedene Pflanzen haben verschiedene Ansprüche. Planen Sie mehrere Kulturarten in Ihrem Hochbeet anzubauen, dann achten Sie bitte auf die unterschiedliche Befüllung. Optimale Bedingungen schaffen optimale Erträge und eine gesunde Boden Bio-Diversität.


Wichtig ist, dass die Füllung mit dem Mutterboden verbunden ist, damit Nützlinge, wie der Regenwurm den Weg in das Hochbeet finden kann und man von natürlichen Helfern profitiert. Sinnvoll ist es, ein engmaschiges Drahtgitter am Boden mit einzuarbeiten, um der Gefahr zu entgehen, dass Nager und andere größere Schädlinge Ihr köstliches Gemüse/Kräuter verköstigen und Sie am ende leer ausgehen.

Auch Schnecken können uns Gärtner zur Last fallen, deshalb bringen Sie am besten eine Schneckenschutzkante am Rand des Hochbeetes an.

Wer das Hochbeet gleichzeitig als Frühbeet verwenden möchte, kann sich eine simple Dachkonstruktion mit Glas eingedeckt auf das Beet stellen.

Aus welchen Materialien baut man ein Hochbeet?

Zur Wahl stehen eigentlich alle Materialien die Widerstandsfähig und langlebig sind. Es sollte darauf geachtet werden, dass sie wetterbeständig sind und keine Umweltgifte wie z.B. Lacke abgeben. In die nähere Auswahl fallen:

-Naturstein
-Holz
-Kunststoff
-Metall

Je nach Wahl des Materials können Hohe Kosten entstehen, diese sollten Sie bei der Anschaffung eines Hochbeetes beachten.

Welche Arten von Hochbeete gibt es?

Bei der Art des Hochbeetes sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Vom klassischen rechteckigen Holzhochbeet, über das Tischbeet an das man sich mit einem Stuhl setzten könnte, bis zur simplen Kartoffeltonne ist alles möglich. Alte Betonschachtringe können genauso verwendet werden, wie die aufrecht gestellte Holzpalette, in deren Füßen die Pflanzkübel eingearbeitet sind.

Die Füllung meines Hochbeetes hat sich gesenkt, wie füllte ich richtig nach?

Durch äußere Einflüsse wie Regen, Wind und Temperaturänderungen wird das Hochbeet mit der Zeit absacken. Doch was soll man dann tun? Einfach aufschütten? Nein, natürlich nicht denn wir wollen unser Beet ja effizient und möglichst ertragreich gestalten. Um gleichbleibende Voraussetzungen für unsere Pflanzen zu bieten rechen wir die oberste Schicht von einer Seite auf die andere und füllen die mittlere Schicht aus Kompost großzügig nach und wiederholen das gleiche für die andere Seite nochmal. Die letzten fehlenden Zentimeter werden dann mit frischer Blumenerde angepasst. Erhält man sich die nährende Kompostschicht kann ein Hochbeet über mehrere Jahre erfolgreich betrieben werden.

Welche Vorteile hat ein Hochbeet?

Der größte Vorteil, und wahrscheinlich auch der häufigste Grund für das Anlegen eines Hochbeetes, ist die angenehmere Arbeitshaltung. Das Gärtnern im Stehen ist vielen angenehmer, als das Bücken und Knien auf dem Boden. Doch bei genauer Betrachtung ergeben sich noch viele weitere Vorteile, wie zum Beispiel der verringerte Bewuchs durch Unkraut, da sich dieses meist nur knapp über Bodenhöhe weiter verbreitet. Das Gleiche gilt für den Schädlingsbefall.

Wie man ein Hochbeet pflegt

Die Pflege ist relativ einfach, wenn man folgende Grundregeln einhält. Ein Hochbeet muss zum ersten öfter gegossen werden. Die Menge sollte pflanzenabhängig angepasst werden, es sollte auf jeden Fall häufiger kontrolliert werden um ein Austrocknen zu vermeiden. Das jährliche Absacken sollte unbedingt nachgefüllt werden, um die Schichten der Füllung stabil zu halten. Alle fünf bis sieben Jahre sollte das Innenleben komplett getauscht werden, um eine frische nährstoffreiche Füllung zu haben und die Schichten wieder ordentlich geschichtet zu haben. Die unterste Schicht aus Pflanzenresten ist hier besonders wichtig, da sie für die Wärme zuständig ist.

Kompost - Alles rund um das Thema Kompost

Wie legt man Kompost richtig an und pflegt ihn?

Kompost wird angelegt um Humus zu erzeugen, der besonders nährstoffreich ist und die Bodenqualität bei steter Pflege nachhaltig verbessern kann. Besonders die Fähigkeit Wasser zu speichern und den Boden zu lockern wird geschätzt. Durch die Lockerung entsteht eine bessere Bodenstruktur, die wiederum mehr Bodenorganismen anzieht und zur Belebung des Bodens führt.

Das Anlegen erfolgt schrittweise:

Im ersten Schritt werden auf den ersten 30 Zentimeter Gartenabfälle wie Rasenschnitt, kleine Zweige oder Laub aufgeschüttet. Hier wird auch, falls vorhanden, der Kompoststarter mit eingearbeitet. In die zweite Schicht, die eine Höhe von 10 Zentimeter haben wird, bringen wir gute Gartenerde ein. Ab jetzt kann man den Kompost bis auf eine Höhe von 1,30 Meter auffüllen und abdecken. Hier ist wichtig ihn regelmäßig zu gießen, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erhalten.

Nach den ersten drei Wochen öffnen wir den Kompostbehälter und stellen fest das etwa dreißig Prozent des Inhalts weggeschrumpft sind. Jetzt ist es an der Zeit den Kompost gut zu durchlüften indem man die Füllung gut umlegt. Das fördert den Prozess des Kompostierens und sorgt für nährstoffreichen Humus. Nach weiteren zehn bis zwölf Monaten ist der Kompost dann soweit geerntet zu werden und in den Boden eingearbeitet zu werden. Kompost sollte im reifen Zustand möglichst bald verarbeitet werden, denn mit fortschreitendem Alter nimmt der Nährstoffgehalt ab. Um grobe Stücke, die noch einmal in den Kompost wandern, auszusortieren verwenden wir ein Durchwurfgitter. Damit erhalten wir eine Konsistenz die sich später besonders gut verarbeiten lässt. Fein krümmelig und locker.

Welche Nahrungsmittel und Abfälle kann man Kompostieren?

Für den Kompost eignen sich folgende Nahrungsmittel und Abfälle:

Rasenschnitt, Laub, Gemüse- und Obstreste die ungespritzt sind (auch Zitrusschalen), Blumenschnitt, kleine Zweige, Küchenabfälle wie Kaffee, Teebeutel, Eierschalen, Asche.

Welche Nahrungsmittel eignen sich nicht zum kompostieren?

Auf keinen Fall in den Kompost gehören:

Knochen, Speise- und Fleischreste den damit locken Sie Maden und andere Schädlinge bis hin zu größeren Tieren an.

Außerdem gehören nicht in den Kompost:

Verdorbene Lebensmittel, kranke Pflanzen, gespritztes Obst und Gemüse, Kohlenasche, kompostierbare Plastiktüten – da diese nur unter bestimmten Voraussetzungen kompostierbar sind.

Wie man mit Kompost richtig düngt?

Am sinnvollsten setzt man Kompost im Frühjahr kurz vor der Wachstumsphase ein. Damit unterstützt man seine Pflanzen am besten. Er sollte möglichst flach eingearbeitet werden, um die Aufnahme der Nährstoffe möglichst einfach zu machen. Kompost ist am besten für Stark- und Mittelzehrer geeignet. Für Schwachzehrer ist der Kalkgehalt meist zu hoch und sollte daher nur sehr begrenzt eingesetzt werden. Generell wird nach der ersten Düngung vor der Wachstumsphase das ganze Jahr nachgedüngt um eine gleichbleibend hohe Bodenqualität zu gewährleisten.

Unterschiedliche natürliche Dünger und Düngungsmöglichkeiten

Da es nicht immer der Kunstdünger aus dem Baumarkt nebenan sein muss, sondern meist ein natürlicher Dünger sinnvoller ist, folgen hier einige natürliche Düngungsmöglichkeiten die den Garten Zuhause dann auch barfuß begehbar bleiben lassen und keinen Ganzkörperschutzanzug voraussetzen.

Kaffeesatz
Kann einfach um das Gemüsebeet gestreut werden, besitzt Nährstoffe und hält vor allem Schnecken fern, da diese nicht darüber kriechen wollen

Kartoffelwasser
Nährstoffe die beim Kochen aus der Kartoffel entweichen lösen sich im Kochwasser, dieses kann nach dem Abkühlen direkt zum Gießen genutzt werden

Eierschalen
Zerkleinert und über Nacht ins Gießwasser reichern sie dieses mit Kalk an

Holzasche
Bananenschalen
Bier
usw.

Die Liste ist natürlich noch viel länger und vor allem sind es natürliche Düngemöglichkeiten die Ihrem Garten vor allem helfen und am Ende nicht schaden.

Mischkultur – Was bedeutet Mischkultur?

Die Mischkultur ist eine naturnahe Anbaumethode. In der Natur kommen keine Monokulturen (Anbau von nur einer einzigen Pflanzenart) vor.

In der freien Wildnis harmonieren viele verschiedene Pflanzen miteinander, die sogenannte Mischkultur und bilden eine natürliche Lebensgemeinschaft.

Man konnte durch Beobachtungen und Versuche feststellen, dass sich einige Gewächse gegenseitig schützen (vor Schädlingen und Krankheiten) und zum Wachstum anregen.

Verschiedenes Gemüse, Blumen und Kräuter sehen nicht nur sensationell aus, sondern locken auch wichtige Nützlinge wie z.B. Bienen und Marienkäfer an.

 

 

Durch unseren ausgewogenen Anbauplan haben wir für Sie die perfekten Pflanzen Nachbarn mit bestem Gewissen herausgefunden.

Nützlinge, Pflanzen und Schädlinge in meinem Garten

Wohlfühloase für Nützlinge schaffen:

Schaffen Sie mit einfachsten Mitteln Nistgelegenheiten. Seien Sie nicht so streng mit sich selbst und lassen Sie einen kleinen Teil Ihres Gartens, welchen Sie kaum- bis nie benutzen kontrolliert verwildern. Durch die pflanzliche Artenvielfalt, Gehölz und etwas Wasser (z.B. Vogeltränke) fühlen sich Nützlinge bei Ihnen wie im Paradies. Insektenhotels und andere Brutnester sind eine große Bereicherung für die Natur. Nützlinge sind essentiell für einen gesunden Garten!

Nützlinge

Im Garten gibt es eine riesige Menge an Insekten, die uns unterstützen, hier ein paar Beispiele:

-Florfliege
Florfliegen sind nicht nur auf einen Schädling fixiert, sondern haben einen breiten Geschmack am liebsten sind ihnen jedoch Blattläuse.

-Zweipunkt-Marienkäfer
Zweipunkt-Marienkäfer sind auf Deckelschildläuse spezialisiert und könne gegen diese sehr effizient vorgehen. Sie fressen 100-150 Stück am Tag.

-Gallmücke
Gallmücken sind nachtaktiv und vertilgen gerne Blattläuse, indem Sie sie aussaugen.

-Raubwanze
Raubwanzen helfen bei Weißen Fliegen die sich vor allem im Gewächshaus wohlfühlen. Sie sind tagsüber aktiv und fressen auch gerne Blattläuse.

-Hummel
Hummeln erreichen mit Ihren besonders langen Rüsseln auch die tiefen Blüten und arbeiten als Bestäuber in unseren Gärten. Das Besondere an den Hummeln ist das sie besonders früh im Jahr beginnen und auch in Schlechtwetterperioden fleißig weiter arbeiten.

-Laufkäfer
Laufkäfer fallen gerne über Schneckeneier, Läuse und Milben her. Da sie bei Bedrohung eine übel riechende Flüssigkeit abgeben sind sie eher unbeliebt und dennoch nützlich.

-Ameise
Die Ameise lockert mit ihren Straßen den Boden und gilt als Samenverteiler in unseren Gärten.

Schädlinge

Auch Schädlinge, die allgegenwärtig sind dürfen nicht außen vor bleiben. Zahlreich und gefräßig hier ein paar Beispiele:

-Schnecken
Schnecken sind zwar gemütlich und langsam, aber dafür haben sie einen unendlichen Appetit auf unser Gemüse. In größeren Mengen verwandeln sie sich vor allem Nachts zum Schrecken unseres Beetes.

-Blattläuse
Wenn der Winter zu Ende geht und es warm und trocken wird, dann ist die Zeit der Blattläuse. Sie vermehren sich mit rasender Geschwindigkeit und saugen ganze Pflanzenteile so leer das diese absterben.

-Dickmaulrüssler
Dickmaulrüssler sind nachtaktiv und verzehren am liebsten Blätter, Knospen und junge Triebe. Sie haben einen unstillbaren Hunger und können innerhalb kurzer Zeit große Mengen vertilgen. Ihre Larven fallen in der Erde über junge Wurzeln her und können dort Schäden verursachend die die Pflanze nicht ohne weiteres wegstecken kann.

-Wühlmäuse
Wühlmäuse sind energiegeladene Nager die unser Gemüse, Baumrinden und Wurzeln anknabbern. Durch ihre hohe Vermehrungsrate kann man ihnen kaum Einhalt gebieten. Ihre Ausgänge zeichnen unsere Gärten mit großen Mulden und Löchern.

Symbiose & Parasitismus

-Symbiose
Symbiose bezeichnet das Zusammenleben zweier verschiedener Arten mit Nutzen für beide Seiten.
Bei der Symbiose gibt es einen Wirt, das jeweils größere Tier oder Pflanze und dem Symbiont der an oder in Ihm wohnt. Beispielsweise badet der Clownfisch im Gift der Anemone, um vor Raubfischen sicher zu sein, während dieser wiederum Schädlinge von Ihr fernhält. Ein weitere Form der Symbiose gehen Algen und Pilze ein, sie können zusammen eine Flechte bilden und in diesem Zusammenschluss Lebensräume erschließen die Ihnen sonst verwehrt blieben. Symbiose existiert von den kleinsten Bakterien bis zu großen Tieren und Pflanzen und ist in der Natur allgegenwärtig. In vielen Fällen ist die Symbiose über so viele Generationen so stark geworden, dass eine alleinige Existenz nicht mehr möglich ist und eine Koevolution stattfindet und sich beide Parteien miteinander weiterentwickeln.

-Parasitismus
Beim Parasitismus ernährt sich in den meisten Fällen ein kleineres Lebewesen von einem Größeren. Es handelt sich um eine einseitige Beziehung, da nur ein Partner einen Vorteil aus dieser Beziehung ziehen kann und für dem anderen meist ein Schaden entsteht. Beim Parasitismus spricht man auch von Schmarotzertum oder der Antisymbiose. Der Schmarotzer ist in diesen Fällen vom Wirt abhängig, meist in Form seiner Körperflüssigkeiten z.b. Blut. Der Wirt soll nur genutzt aber nicht getötet werden, um einen möglichst großen Vorteil zu erzielen und ihn möglichst lange nutzten zu können. Diese Gesellschaftsform existiert, wie die Symbiose, bereits im Kleinen, wie zum Beispiel bei Bakterien und Viren, kann aber auch bei größeren Tieren und Pflanzen stattfinden. Bandwürmer die im Körper leben oder Zecken, die sich an der Außenseite einnisten, sind hier nur zwei Beispiele. Zu den Pflanzenschmarotzern zählen die Mistel, oder der Mehltau, hier ist die Besonderheit, dass diesen das Chlorophyll fehlt und somit eine vollständige Abhängigkeit von der Wirtspflanze besteht.

Mehltau-Befall

Symbiose in unseren Gärten

-Bienen und Blumen
Wie war das mit den Bienchen und den Blümchen?
Etwa 80 Prozent unserer Pflanzen sind von der Fremdbestäubung abhängig und von diesen 80 Prozent werden wiederum 80 Prozent von Honigbienen bestäubt. Die restlichen 20 Prozent übernehmen Wildbienen, Hummeln, oder andere Insekten. Die Bienen wiederum könnten ohne den Nektar der Blumen keinen lebenswichtigen Honig bilden, der ihr Volk ernährt. An diesem einfachen Beispiel ist ersichtlich, wie immens wichtig die Symbiose in der Natur ist.

-Ameisen und Blattläuse
Blattläuse ernähren sich durch den Pflanzensaft, welcher einen hohen Anteil an Kohlenhydraten hat und scheiden eine Flüssigkeit aus. Diese besteht aus Wasser und Zucker und wird Honigtau genannt. Ameisen „melken“ die Blattlaus, um an den Honigtau zu gelangen, dieser dient als Nahrungsquelle. Im Gegenzug schützen ihre Nahrungsmittelproduzenten die Blattlaus vor Fressfeinden wie: Insekten, Spinnen, oder sogar Vögeln.

-Vögel und Fruchtbäume
Unsere Vogelfauna ernährt sich liebend gerne von den Früchten unserer Bäume wie zum Beispiel Kirschen oder Äpfel. Die verzehrten Samen werden dann nach vielen Kilometern des Verdauungsflugs wieder ausgeschieden und somit weit verstreut und helfen den Bäumen bei der Verbreitung ihres Saatgutes.

-Pflanzensymbiose
Pflanzen gehen in der Regel gerne symbiotische Beziehungen mit Pilzen ein, um leichter an Stickstoff und Wasser zu gelangen. Die Pilze erhalten im Austausch Kohlenhydrate die sie für ihr Wachstum benötigen.

Der größte Teil der Flora und Fauna besteht aus symbiotischen Systemen die sich gegenseitig unterstützen. Die Natur hat verstanden, dass sich Zusammenarbeit lohnt!

Einige wenige Lebewesen können für uns in Ausnahmefällen gefährlich werden:

In unseren Gärten tummeln sich viele verschiedene Arten an Insekten und Tieren.

-Wespe
Während Bienen nur einmal stechen können, ist die Wespe in der Lage beliebig oft zuzustechen. Auch bei abgetrenntem Körperteilen besitzt ihr Hinterteil einen automatischen Stechreflex, man sollte hier besonders vorsichtig sein. Ihr Stich führt zu schmerzhaften Schwellungen, ist aber wie bei der Biene ungefährlich, solange keine Allergie besteht.

-Kreuzotter
Eine Schlange bei uns? Ja, jedoch sehr selten, denn sie lebt lieber am Waldrand. Verirrt sie sich doch einmal in unsere Gärten, kann man sie durch einen lautstarken Schritt aufscheuchen. Ein Biss ist äußerst schmerzhaft und geht mit einer Schwellung einher. Als äußerste Folge treten Atemnot und Herzbeschwerden auf. Es sollte ein Arzt konsultiert werden.

-Ammendornfinger
Diese Spinnenart hat sich durch den Klimawandel auch in Europa niedergelassen. Es ist die einzige Spinnenart die dem Menschen hierzulande gefährlich werden kann. Sie hat eine Körpergröße von ca. 15 mm und ist gelblich bis olivgrün. Diese nachtaktive Art verursacht durch ihren Biss Schmerzen vergleichbar mit einem Wespenstich. Symptome die zusätzlich auftreten gehen von Schwindel, Übelkeit über Schüttelfrost bis zu starkem Fieber. Deshalb sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. In einzelnen Fällen kam es zu Schwellungen der Lymphknoten. Diese in Südeuropa beheimatete Spinne ist vor allem dafür bekannt, dass die Weibchen sehr bissig die Eiergelege verteidigen da sie aber nachtaktiv sind, ist es generell sehr unwahrscheinlich eine Ammendornfinger überhaupt anzutreffen.

Es gibt natürlich noch einige weitere Beispiele die man hier nennen könnte, doch wichtig ist, dass alle Tiere eine Lebensberechtigung auf unseren Planten haben und niemals aus Spaß einen Menschen angreifen würden!

Unsere Natur lädt uns besonders dazu ein, sie miteinander zu genießen!

Optimale Größe meines Beetes?

Um an jede Pflanze problemlos zu gelangen, sollte ein von Ihnen angelegtes Beet die Breite von ca. 120 cm nicht überschreiten. Zum nächsten Beet sollten ca. 30 cm (2 Fußbreit) Abstand eingehalten werden, damit Sie nicht auf Ihre wertvolle Bio-Saat beim Durchqueren und Gärtnern haben. Bitte beachten Sie den jeweiligen Pflanzenabstand und Reihenabstand, damit sich Ihre Pflanzen optimal entfalten können und Störfaktoren wie zum Beispiel: Platz-, Licht- und Nährstoffmangel erst gar nicht auftreten.

QR Codes – Was sind QR Codes und wie verwende ich sie in meinem Garten?

QR Codes sind quadratische Bilder welche aus schwarzen und weißen Punkten bestehen. In diesem Bild sind verschiedene Informationen enthalten, die mit Hilfe einer App gescannt und ausgelesen werden können.

-Erhalten Sie spielend einfach über Ihr Smartphone oder Tablet alle wichtigen Informationen, Tipps und mehr, zu jeder Zeit über Ihr – mit Liebe selbst aufgezogenes Gemüse.

-Gehen Sie auf Entdeckungsreise mit Ihrer Familie, Freunden, Bekannten und Nachbarn.

-Begeistern Sie Ihre Mitmenschen mit Wissen und Erkenntnisse über die Kunst des Gärtnerns.

-Verschwenden Sie keine Zeit mehr mit mühsamen suchen der Informationen und stundenlangen lesen!

-Unsere Wissensdatenbank wird ständig erweitert. Diesen einzigartigen Service bieten nur wir unseren Kunden.

-Die mitgelieferten QR Code Sticker sind wetterbeständig und für die einfache und schnelle Zuordnung farblich gekennzeichnet:

-Starkzehrer – Braun

-Mittelzehrer – Blau

-Schwachzehrer – Grün

-Um Verwechslungen unter den Pflanzen vorzubeugen, kleben Sie die QR Codes passend zu Ihren Pflanzen z.B. auf ein Stück Holz, oder einem anderen beliebigen Stecketikett.

-Laden Sie sich hier die App (QR & Barcode Scanner der Firma Gamma Play – für Android) auf Ihr Mobiltelefon/Tablet und starten sofort mit dem Scannen der QR Codes los.

-Auf dem iPhone müssen Sie keinerlei App installieren, da das Scannen der QR Codes in der bereits enthaltenen Kamera App integriert ist.

Stark-, Mittel- und Schwachzehrer und deren Bedeutung

Pflanzen sind individuell was Ihren Nährstoffbedarf angeht. Deshalb unterscheiden wir zwischen:

 

Starkzehrer: Große Fruchtkörper werden gebildet, der Nährstoffbedarf ist hoch.

 

Mittelzehrer: Können gut mit Schwach- und Starkzehrer kombiniert werden, ihr Nährstoffgehalt ist nicht so hoch wie bei Starkzehrer.

 

Schwachzehrer: Pflanzen wachsen auch auf ungedüngten Beeten, ihr Nährstoffbedarf ist sehr gering.

 

-Als Leitfaden enthält unsere Farmer Box eine umfangreiche, mit bestem Gewissen zusammengestellte Mischkultur.

-Die Anordnung der einzelnen Saatgut Blister (1-5) sind so angelegt, dass sich in jeder Reihe die perfekten Pflanzennachbarn befinden.

Gestalten Sie sich Ihre Beete individuell! Kombinieren Sie StarkMittel– und Schwachzehrer nach Belieben untereinander, je nach Anforderungen, Platz und Vorlieben.

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