Spitzwegerich

lat. Plantago lanceolata

Englisch: Ribwort plantain

Schwachzehrer

Geschichte

Spitzwegerich gehört zu den einheimischen Pflanzen Europas. Man erkennt ihn an seinen schmalen spitzförmigen Blättern, die die aufrecht wachsenden Blütentriebe umkreisen. Seine Blume bestehet aus bräunlichen Einzelblüten mit cremeweißen Staubgefäßen. Geschichtliches über der Heilpflanze ist interessant: sie wurde bereits in der assyrischen Medizin verwendet, und man kennt ihn aus der Klostermedizin sowie aus der Volksheilkunde. Dieser schlichte Kraut ist heute noch in Kräutergärten und in der freien Natur zu finden. Viele kennen ihn aus Omas Rezeptbüchern als Medikament gegen Husten sowie als Zutat für Salate und Suppen. Die Blütenknospen eignen sich zum Würzen. Im folgenden finden Sie nützliche Informationen über Kulturelles und Geschichtliches zum Spitzwegerich sowie Hinweise zum Anbau, Saatgut und Ernte – ohne die wichtigsten Heilanwendungen zu vergessen.

Gesundheit

In alten Büchern gibt es zahlreiche Informationen über die medizinischen Wirkungen des Spitzwegerichs. Seine Blätter können frisch oder getrocknet als Tee-Aufguss verwendet werden. Dabei ist zu achten, dass man kaltes Wasser verwenden soll. Nach ca. zwei Stunden wird der Sud abgeseiht und etwas aufgewärmt. Als lauwarmer Trunk lindern diese wertvollen Pflanzen den Hustenreiz. Die Schleimstoffe des Krauts erleichtern das Abhusten und die antibakteriellen und entzündungshemmenden Stoffe unterstützen die Heilung. Aus Spitzwegerich lässt sich ebenfalls eine Salbe herzustellen, die bei der Wundheilung wirksam sei.

Vermehrung

Spitzwegerich wächst auf trockenen Wiesen und an Wegrändern. Oft entdeckt man ihn schon fertig in seinem Garten. Findet man ihn in der Natur, kann man ihn vorsichtig ausgraben und im Garten einpflanzen. Die Rosette lässt sich auch teilen. Ansonsten kann man das Saatgut verwenden. Im Beet brauchen die Pflanzen einen Abstand von 20 x 20 cm. Sie können aber auch in einer Wildwiese angesiedelt werden.

Klima

Spitzwegerich wächst natürlich in Europa und verlangt nach keiner besonderen Pflege. Er bevorzugt jedoch trockenen Boden und braucht viel Sonne. Als kulturelles Erbgut bereichert er den typischen mitteleuropäischen Garten und beschmückt die Ränder der Dorf Wege.

Ernte

Spitzwegerich blüht von April bis September. Junge Blätter und Blütenknospen können bei Bedarf gepflückt werden.

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