Rotkraut/Rotkohl – Amarant

lat. Brassica oleracea convar. capitata

Englisch: Red cabbage

Starkzehrer

Geschichte

Rotkraut wird in Österreich und Süddeutschland auch Blaukraut genannt. Es ist ein beliebtes Gemüse, welches gerne zu Wildfleisch gereicht wird. Das Kraut wächst als ein runder Kohlkopf, wobei die einzelnen Blätter eng aneinander liegen. Feste Köpfe sind erkennbar an den rot-grünen Außen- und roten, glatten Innenblättern. Die Intensität der Farbe ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig. Geschichtliches zeigt, dass der Rotkohl vom Wildkohl abstammt und früher hauptsächlich an den Küsten Irlands, Südenglands und Frankreich beheimatet war.

Laut Informationen entstand nach der Kultivierung erst Grünkohl, im Mittelalter bildete sich der erste Kohlkopf und nach und nach erweiterte sich die Auswahl. Seine erste Erwähnung fand der Rotkohl im 11. Jahrhundert durch Hildegard von Bingen. Es existieren Pflanzen mit einer Wuchshöhe von 40 bis 120 cm.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,8 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 4,0 g
         davon Zucker 3,0 g
Ballaststoffe 2,4 g
Kalorien 32,0 kcal / 134,0 kJ

Gesundheit

Die Pflanzen sind sehr gesund. Gemäß Informationen ist Rotkohl ballaststoffreich, kalorienarm, enthält Vitamin C, Kalium, Eisen und Senföle. Darüber hinaus wird dem Rotkraut nachgesagt, er wäre cholesterinsenkend und entwässernd. Für die rote Farbe sind Anthocyane verantwortlich die eine antioxidative Wirkung bergen, was krebsvorbeugend wirkt.

Vermehrung

Für die Vermehrung ist es wichtig zu unterscheiden, zwischen frühen, mittleren und späten Sorten. Die frühen Sorten müssen in Gewächshäusern vorgezogen werden und im Frühjahr in den lockeren, sandigen, gut gedüngten Boden gesetzt werden, im Abstand von 40 bis 50 Zentimetern. Der Mittlere benötigt ebenfalls ein Anzuchtbeet und wird im Mai gepflanzt. Der späte Kohl benötigt lehmigen Boden und mehr Abstand zu der nächsten Pflanze, 60 x 60 Zentimeter.

Zu viel Dünger schadet dem Gewächs und macht es krankheitsanfällig, obwohl er gute Stickstoffgaben benötigt. Das Saatgut bildet sich erst im zweiten Jahr. Damit die Pflanzen Blüten ansetzen, braucht der Kohl eine vierwöchige Ruhephase. Währenddessen müssen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt herrschen. Die Samen trocknen, damit gutes Saatgut entsteht.

Klima

Das Rotkraut gedeiht optimal auf feuchten, lehmigen und tief bearbeiteten Boden. Ein sonniger, windgeschützter Standort ist empfehlenswert. Der Boden muss gut gekalkt sein, um Kohlhernie zu vermeiden.

Ernte

Der mittlere und spätere Kohl ist für eine längere Lagerung geeignet. Die frühen Sorten können ab Juni geerntet werden. Die anderen Varianten erst ab Anfang August. Durchweg bis zum ersten Frost findet die Ernte statt. Dafür entfernen Sie die äußeren Blätter und graben den Kopf aus.

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