Kopfsalat – Merveille des quatre saisons

lat. Lactuca sativa var. capitata

Englisch: Lettuce

Schwachzehrer

Geschichte

Kopfsalat stammt vom wilden Lattich, der in Südeuropa und Vorderasien vorkommt, ab. Schon die alten Römer, Griechen und Ägypter kannten ihn. Anklang fand er im 8. Jahrhundert bei Karl dem Großen. Später, in der Renaissance, wurde er in Kräuterbücher aufgenommen. Besonders in Nordamerika und Nordeuropa baute man ihn an. 1866 kannte man bereits 44 Kopfsalat-Arten beschrieben. Der Eissalat, welcher auch zu den Kopfsalaten zählt, entdeckte man um die Jahrhundertwende in Österreich. Die Pflanze genießt heute immer noch ein hohes kulturelles Ansehen. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,2 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 1,1 g
         davon Zucker 1,1 g
Ballaststoffe 1,4 g
Kalorien 14,0 kcal / 59,0 kJ

Gesundheit

Der Kopfsalat hat eine erweichende, krampflösende, schlaffördernde, schmerzstillende und beruhigende Heilwirkung. Man kann ihn innerlich und äußerlich anwenden. Bei offener Akne lässt sich daraus leicht ein Sud herstellen. Dazu nimmt man 100 g frische Blätter auf 1 Liter Wasser, welche man zusammen zum kochen bringt. Nach dem Abkühlen die offenen Stellen damit betupfen. Bei Nervosität hilft ein Sud aus 500 gr. Blätter auf einen Liter Wasser, 5 Minuten kochen lassen. Nach dem Erkalten abseihen, mit Honig süßen und trinken. Die einfachste Art der innerlichen Anwendung ist ihn als Salat zubereitet und zu essen. Er ist sehr kalorienarm, hat aber viele verschiedene Vitamine zu bieten. Vitamin Beta Carotin, Vitamin E, B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin C sind enthalten. An Mineralstoffen bietet er Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphat und Zink. 

Vermehrung 

Das Saatgut kann von Januar bis August im Gewächshaus gesät werden und von April bis August direkt ins Freiland. Für frühzeitige Ernte, werden die Pflanzen vorgezogen, dies passiert am besten bei Temperaturen um 15 Grad. Bei höheren Temperaturen nimmt die Keimfähigkeit des Saatgutes ab. Zum Vorziehen benutzt man am besten Saatschalen.

Klima 

Vor allem im Frühjahr und Herbst sollten die Pflanzen einen vollsonnigen Standort haben, so lassen sich hohe Nitratwerte vermeiden. 

Ernte 

Ab April kann er im Gewächshaus geerntet werden. Im Freiland liegt die Erntezeit bei Mai bis Oktober. Ein Problem ist der Schneckenfraß, hier kann ein Schneckenzaun entgegenwirken. Er wird als Salat roh verzehrt.

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