Belugalinsen

lat. Lens culinaris

Englisch: Beluga lentils

Schwachzehrer

Geschichte

Man vermutet, dass die Belugalinsen – so wie viele Linsenarten in Kleinasien entstanden und sich über den Mittelmeer Raum verbreiteten. Die Linse ist die älteste Kulturpflanze der Welt und wurde bereits 7000 Jahre bevor Christus angebaut. Belugalinsen ähneln optisch sehr dem Kaviar, daher kommt auch ihre Bezeichnung. Die Außenfarbe ist glänzend schwarz und innen gelb. Sie sind sehr fein im Geschmack und entwickeln beim Garen ein nussiges Aroma, sowie Nuancen von Maronen. Im Durchschnitt werden die Linsen ca. 2 – 3 mm groß.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 23,4 g
Fett 1,60 g
Kohlenhydrate 40,6 g
         davon Zucker 1,10 g
Ballaststoffe 17,0 g
Kalorien 304,0 kcal / 1.273,0 kJ

Gesundheit

Belugalinsen sind ideal für Vegetarier und ein guter Ersatz für Eiweiß. Für die Schwarzfärbung der Linsen ist der sekundäre Pflanzenstoff Anthocyane verantwortlich. Sie bilden diesen Stoff für den Schutz vor Krankheiten und starkem UV-Licht. Jedoch wird Anthocyane auch eine antioxidative Wirkung nachgesagt und soll daher freie Radikale im Körper binden. Auch in der TCM kommen Belugalinsen zum Einsatz.

Vermehrung

Die Samen werden ab April ca. 3 – 6 cm direkt in den Boden gepflanzt und mit Wasser angegossen. Halte die Anzuchterde feucht. Während des Wachstums sollte regelmäßig sämtliches Unkraut entfernt werden; da die Pflanzen nur langsam wachsen, werden sie leicht von Unkräutern überwuchert. Nach etwa 8 Tagen siehst du den Keimling aus der Erde sprießen. Setze die Belugalinsen in einen Reihenabstand von 15 – 25 cm um Platzmangel untereinander zu vermeiden. Gib eine Rankhilfe zu den Pflanzen.

Klima

Die Pflanzen benötigen viel Wärme und sind empfindlich gegenüber Niederschlag.

Ernte

Die Linsen werden, wenn sie braun geworden sind ab August geerntet. Schneide die komplette Pflanze ab und lass nur den Wurzelballen in der Erde. Die Pflanzen werden zum Trocknen aufgehängt. Um die Linsen aus den Hülsen zu bekommen, dreschen Sie manuell mit einem Tuch oder Sieb und trennen die Hülsenreste von den Samen. Dies kannst du unter Luftzufuhr oder mit einem Sieb erledigen.

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