Tomate – Fleischtomate Marmande

lat. Solanum lycopersicum

Englisch: Tomato

Starkzehrer

Geschichte

In Peru ist die Urform der heutigen Tomatenpflanzen zu Hause. Laut Informationen der Fachzeitschrift „Science“ stammen die ersten Funde über höher entwickelte Nachtschattengewächse, zu der die Tomate gehört, aus einer Zeit vor 52 Millionen Jahren. Christoph Kolumbus brachte 1498 die ersten Tomatenpflanzen nach Europa. Zu den frühesten, reifenden Fleischtomaten gehört die alte, französische Sorte Marmande (Solanum Lycopersicum). Sie wurde nach der französischen Stadt Marmande, die im Südwesten Frankreichs liegt, benannt. Dort wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts von französischen Bauern gezüchtet, die eine besonders fein schmeckende Fleischtomate anbauen wollten und deren Weinanbaugebiete von der Reblaus befallen waren. Sie ist kulturelles Erbe der Stadt Marmande und zählt zu den samenfesten, alten Tomatensorten.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,0 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 2,6 g
         davon Zucker 1,6 g
Ballaststoffe 1,0 g
Kalorien 17,0 kcal / 71,0 kJ

Gesundheit

Tomaten sind gesunde, kalorienarme Beeren die gerade mal mit 17 kcal pro 100 g aufwarten. In ihnen stecken reichlich Vitamin C, die Vitamine E, B1, B2, B6, K und Folsäure. An Mineralien bietet sie Kalium, Kupfer, Mangan und Schwefel. Gehörig viele Ballaststoffe kurbeln die Verdauung an. Enthaltene Pflanzenschutzstoffe sollen verschiedene Krebserkrankungen mildern und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Die rote Farbe verdankt die Fleischtomate sekundären Pflanzenstoffen, den Carotinoiden. Diese Stoffe bieten antikarzinome und antioxidative Eigenschaften. Grüne Pflanzenteile der Tomate enthalten Solanin. Laut Informationen des „Bundeszentrums für Ernährung“ liegt die schädliche Dosis bei 1 mg/kg Körpergewicht. Wer reife Tomaten ist, geht dieser Gefahr aus dem Weg. Diese enthalten pro 100 g Tomatenfleisch gerade mal 0 – 0,7 mg Solanin.

Vermehrung

Die Aussaat der Tomatenpflanzen erfolgt Ende Februar bis März an einem warmen Ort bei mindestens 22 C° sowie mit einer Saattiefe von 1 cm. Nach ca. 10 Tagen keimt das Saatgut. Das Saatgut bleibt 3 bis 4 Jahre keimfähig. Vorteilhaft ist, sie nach Aufgang in kleine Töpfchen zu pikieren. Die selbst gezogenen oder gekauften Tomatenpflanzen werden endgültig, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, mit einem Pflanzabstand von 50 cm und einem Reihenabstand von 75 cm gepflanzt. Gerne stehen sie jedes Jahr an der gleichen Stelle. Die Pflanzen erreichen eine Höhe zwischen 1,20 und 1,50 m. Ab August fängt diese Sorte an, gelb zu blühen.

Beim Pflanzen sollte sie tiefer in den Boden oder später angehäufelt werden. Das fördert die Wurzelbildung. Da sie noch mächtig an Höhe zulegen werden und große Früchte tragen, braucht sie einen Stab als Halt. Die Tomatenpflanze wird in Rechtswindung um den Stab gewunden. Wie jede Tomate muss sie ausgegeizt werden. Hierbei sollten alle Triebe in den Blattachsen entfernt werden. Tomaten stehen gerne bei Basilikum, Petersilie, Kohlsorten, Ringelblumen und Spinat. Die Nachbarschaft von Gurken, Kartoffeln, Paprika, Fenchel und Erbsen mögen sie nicht.

Klima

Ihr geschichtliches, südländisches Erbe kommt mit der Vorliebe für warme Temperaturen, mindestens 5 C° und auf keinen Fall Frost, zum Vorschein. Sie liebt feuchten Boden und trockene Blätter. Das Gießwasser sollte leicht angewärmt sein. Gern steht sie mehrere Jahre am gleichen Platz.

Ernte

An der robusten Stabtomate reifen rote, gerippte Tomatenbeeren mit einem Gewicht von 200 bis 500 g. Nach der Ernte dürfen diese auf keinen Fall in den Kühlschrank. Sie wollen warm, luftig und dunkel gelagert werden. Ihr feines würziges Aroma eignet sich besonders für die Zubereitung von Tomatengemüse, Suppen und gefüllte Tomaten. Ein altes, kulturelles, italienisches Rezept ist Bruschetta, für welches sich das feine Aroma der Fleischtomate empfiehlt.

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