Stangenbohnen – Borlotto Lamon

lat. Phaseolus vulgaris

Englisch: Runner Beans

Schwachzehrer

Geschichte 

Die Stangenbohne wurde nach heutigen Informationen schon von den Ureinwohnern Südamerikas, Mittelamerikas und Nordamerikas kultiviert. Unser geschichtliches Wissen zeigt archäologische Funde von Bohnen aus Peru von etwa 6000 vor Christus bis hin zu Entdeckungen in der mittelamerikanischen Hochkultur etwa 300 vor Christus. Phasoleus-Bohnen sind ein lebendiges geschichtliches und kulturelles Erbe der Indiobevölkerung. Im sechzehnten Jahrhundert kam die Stangenbohne mit den spanischen Eroberern nach Europa. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 2,4 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 5,1 g
         davon Zucker
Ballaststoffe
Kalorien 37,0 kcal / 152,0 kJ

Gesundheit 

Seit 6000 Jahren decken viele Menschen ihren Eiweißbedarf mit der als Nahrungsmittel sehr beliebten Gartenbohne Borlotto Lamon. Daneben eignen sich Stangenbohnen hervorragend zur Deckung des Tagesbedarfes an essentiellen Aminosäuren. Zusätzlich enthalten Borlotti-Stangenbohnen die Vitamine B2 und B6 und eine geballte Ladung an Ballaststoffen und wichtigen Mineralien. 

Vermehrung 

Die einjährigen Pflanzen der Gattung Phaseoleus vulgaris kommen immer auf eine stattliche Wuchshöhe und benötigen eine Rankhilfe. Dies kann sowohl ein Rankgitter als auch ein Stangenkonstrukt sein. Das Saatgut wird in tiefgründigen und humusreichen Böden in der frostfreien Zeit nach den Eisheiligen ausgesät. Auf einer Fläche von 90 x 60 cm werden circa 6 – 8 Bohnen in Rillen nicht tiefer als 3 cm eingesetzt und mit lockerer Erde bedeckt. Ein Vorquellen vor der Aussaat ist nicht erforderlich.

Die Bodentemperaturen sollten durchgehend über 8 Grad sein, damit das Saatgut sicher auskeimt. Im Mischkulturgarten hat sich die Nachbarschaft von Bohnenkrautpflanzen als kulturelles Ideal erwiesen, weil dieses nach neuesten Informationen gemeinsame Schädlinge gut abwehrt. Kocht man das Bohnenkraut zusammen mit den geernteten Borlotto Lamon Stangenbohnen, so macht es diese bekömmlicher. 

Klima 

Stangenbohnen wachsen meist üppig ohne großen Aufwand, die Pflanzen haben jedoch einen größeren Wasserbedarf. Deshalb muss der Boden gleichmäßig feucht, aber ohne Staunässe gehalten werden. Die Triebe sind mit zunehmender Höhe leicht anfällig für Abknickschäden. Deshalb sollte neben der Kletterhilfe ein windgeschützter und eher sonniger Standplatz für beste Ergebnisse gewählt werden. Zu feuchte Luftverhältnisse fördern das Auftreten von Grauschimmel. 

Ernte 

Stangenbohnen wie die Auskernbohne Borlotto Lamon benötigen für die Ausreife viel Wärme und sollten nach circa zehn Wochen bei trockenem Wetter geerntet werden. Lassen sich die Bohnenschoten beim Verbiegen leicht durchbrechen und sind die Kerne noch nicht durch die Schale abgezeichnet, dann ist der Zeitpunkt da. Wenn die circa 12 cm langen grünhülsigen und rot gesprenkelten Bohnen nicht am gleichen Tag gekocht und verzehrt werden, halten sie sich im Gemüsefach des Kühlschranks am besten.

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