Schwarzkümmel – Echter Schwarzkümmel

lat. Nigella sativa

Englisch: Black cumin

Schwachzehrer

Geschichte

Der Echte Schwarzkümmel gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und hat mit den uns bekannten Gewürzen Kümmel und Kreuzkümmel nichts zu tun. Der echte Schwarzkümmel wächst im südlichen, südöstlichen und westlichen Teil von Asien und in Nordafrika. Heute wird Schwarzkümmel in Ägypten und Südeuropa kultiviert. Die Pflanzen sehen der Jungfer im Grünen, einer Zierpflanze in unseren Gärten, ähnlich. Schwarzkümmel ist ein einjähriges Kraut und wird 15 bis 50 Zentimeter hoch. Die Pflanzen sind leicht behaart und haben gefiederte Blätter. Die einzelnstehenden Blüten haben fünf weiße bis hellblaue Blütenblätter und in der Mitte einen großen Blütenstempel mit vielen langen Staubblättern. Aus der Blüte entwickelt sich eine etwa 16 Millimeter lange und 12 Millimeter breite Samenkapsel, die Balgfrucht genannt wird. In dieser Samenkapsel befinden sich viele Samen, die dem Kümmel ähnlichsehen. Sie sind dreikantig und etwa 3 bis 3,5 Millimeter lang und 1,3 bis 2 Millimeter breit. In den Samen ist das Fett enthalten, aus dem Schwarzkümmelöl gepresst wird.

Als Geschichtliches und Kulturelles ist zu berichten, dass vorderasiatischen und nordafrikanischen Völkern bereits vor tausenden von Jahren die heilenden Wirkungen des Öls bekannt waren. Seit dem Jahr 1964 beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit den Wirkstoffen des Öls und belegte seine Wirksamkeit. Weiteres geschichtliches und kulturelles Wissen besteht darin, dass Schwarzkümmel seit seiner Entdeckung vor rund 3000 Jahren eine angesehene Naturmedizin ist. Dem Pharao Tutenchamun, der um 1342 vor Christus gelebt hat, lege man ein Fläschchen des Öls in den Sarkophag. Auch die schöne Nofretete kannte die Pflegeeigenschaften des Öls. Die Leibärzte der Pharaonen setzten das Öl gegen viele Krankheiten ein. Schwarzkümmel hat auch eine lange Tradition als Gewürz. Es ist in vielen Lebensmitteln ein wichtiger Bestandteil.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 17,8 g
Fett 22,3 g
Kohlenhydrate 44,2 g
         davon Zucker 2,2 g
Ballaststoffe 10,5 g
Kalorien 375,0 kcal / 1570,0 kJ

Gesundheit

Während der echte Schwarzkümmel im Altertum von den Ägyptern und auch in Europa über viele Jahrhunderte sehr geschätzt wurde, geriet er in der Neuzeit in Vergessenheit. In den 1990er Jahren wurde er durch einen Zufall wieder entdeckt. Die Wissenschaft begann sich wieder für seine regulierenden Eigenschaften auf das Immunsystem zu interessieren. Schwarzkümmel stabilisiert das Immunsystem, hilft bei Hauterkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, bei Allergien, Asthma und Infektionen. Studien haben belegt, dass die Wirkstoffe des Schwarzkümmels große Erfolge bei der begleitenden Behandlung von Tumoren erzielt haben. Das Öl hat einen leicht nussigen Geschmack und kann ebenso wie gemahlener Schwarzkümmel als Gewürz in Speisen gegeben werden. Es dient auch zur Verfeinerung von Salaten.

Vermehrung

Schwarzkümmel ist eine einjährige Pflanze, die sich in einem Jahr zur Blüte und zur Samenreife entwickelt und dann abstirbt. Durch die Aussaat von Saatgut kann Schwarzkümmel vermehrt werden. Er sollte in einem Pflanzenabstand von etwa 20 Zentimeter gepflanzt werden.

Klima

Schwarzkümmel für therapeutische Zwecke wird heute in Ägypten, Indien, Pakistan, Iran, Irak und in der Türkei angebaut. Dort findet er ideale Wachstumsbedingungen wie sandige Böden und ein trocken heißes Klima.

Ernte

Wenn Schwarzkümmel kultiviert wird, wird das Saatgut im Spätsommer ausgesät und wenn die Pflanze ein Jahr später abstirbt, werden die hellbraunen Samenkapseln, die mit kleinen schwarzen Samen gefüllt sind geerntet. Die Kapseln werden in den Anbaugebieten in Ägypten noch von Hand geerntet. Danach werden die Pflanzen zum Trocknen ausgelegt und später gedroschen. Die Samen werden in Baumwollsäcke gefüllt und zu den Ölmühlen des Landes gebracht, wo in Kaltpressung das wertvolle, grünbraune, fette Öl gewonnen wird.

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