Ringelblume – orange Calendula

lat. Calendula officinalis

Englisch: Marigold

Schwachzehrer

Geschichte

Die Ringelblume, lateinisch Calendula Officinalis, gehört zur Familie der Korbblütler, lateinisch Asteraceae. Teile der Pflanzen werden in der Heilkunde verwendet.

Die Ringelblume wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Sie hat aufrechte, behaarte Stängel, and dem die Blätter wechselständig angeordnet sind. Die Blüten der Ringelblume bestehen aus einem Blütenkorb mit gelbem, bis orangefarbenen Zungenblüten und röhrigen Scheibenblüten. Die Ringelblume blüht in unserem Klima von Juni bis September.

Geschichtliches über die Herkunft der Ringelblume gibt es wenig zu berichten. Man weiß nur, dass sie aus dem Mittelmeerraum stammt und ab dem 12. Jahrhundert in deutschen Kloster- und Bauerngärten auftauchte. Weiteres geschichtliches Wissen ist, dass schon Hildegard von Bingen die Ringelblume schätzte. Von ihr wurde sie „Ringula“ oder „Ringella“ genannt.

Als kulturelles Wissen über die Ringelblume kann man anführen, dass sie auf Gräbern durch ihre Wuchskraft und ihre leuchtenden Blüten einen Gegensatz zum Tod setzt. Aus diesem Grunde wurde sie auch „Totenblume“ genannt. Weiteres kulturelles Wissen ist, dass sich der lateinische Namen Calendula von den Calendae, dem römischen Namen für den Monatsanfang ableitet, weil sie an vielen Monatsanfängen blüht. Der Zusatz „officinalis“ wurde ihn im 18. Jahrhundert von Carl von Linné, dem Begründer der botanischen Pflanzennomenklatur gegeben. Dieser Zusatz wurde im Sinne von „Labor“ oder „Apotheke“ für viele Heilpflanzen verwendet.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 14,9 g
Fett 7,5 g
Kohlenhydrate 23,8 g
         davon Zucker 5,2 g
Ballaststoffe 36,7 g
Kalorien 296,0 kcal / 1229,0 kJ

Gesundheit

In der Heilkunde werden die Blüten und die Blätter der Ringelblume verwendet. In ihnen wind zwei bis zehn Prozent Triterpensaponine und zu 0,2 bis 0,3 Prozent ätherisches Öl enthalten. Der Hauptinhaltsstoff ist alpha-Cadinol. Weiterhin sind in den Blüten Triterpenalkohole wie Faradiol, Carotinoide, wasserlösliche Zuckerstoffe und Flavonoide enthalten.

Die Blüten der Ringelblume werden in Salben, Cremes und Tinkturen verarbeitet. Diese werden auf der Haut oder der Schleimhaut angewendet. Laborversuche haben gezeigt, dass die Ringelblume eine schnellere Wundheilung bewirkt. Bestimmte Inhaltsstoffe der Ringelblume wirken Entzündungen entgegen. Daher wird Ringelblumenextrakt oft in Wundheilsalben oder in Tinkturen für den Mund- und Rachenraum eingesetzt. Tee aus getrockneten Ringelblumenblüten und -blättern kann auch innerlich angewendet werden.

Vermehrung

Um Ringelblumen zu vermehren, kann im Sommer von den Pflanzen Saatgut gesammelt werden. Das Saatgut wird getrocknet und bis zur Aussaat im nächsten Frühjahr trocken, kühl und dunkel aufbewahrt.

Die Ringelblume lässt sich einfach anbauen und sie ist sehr pflegeleicht. Die Ringelblume ist eine einjährige Pflanze und muss jedes Jahr neu ausgesät werden. Oft sät sie sich allerdings im Garten selbst aus, wenn die alten Pflanzen bis zur Reife der Samen stehenbleiben.

Klima

Obwohl die Ringelblume ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet war, stellt keine besonderen Ansprüche an das Klima. Sie gedeiht sehr gut in Mitteleuropa und vermehrt sich oft selbstständig im Garten.

Ernte

Von den Ringelblumen werden bevorzugt die Blüten gesammelt. Dazu werden frisch aufgeblühte Blütenköpfe bei trockenem, sonnigem Wetter geerntet. Sie werden ein paar Tage getrocknet. Danach werden die Zungenblüten abgezupft und fertig getrocknet.

In der Heilkunde verwendet man auch die Blätter der Ringelblume. Diese werden frisch ausgepresst und als Saft verwendet. Sie können auch getrocknet und wie die Blüten verwendet werden. Informationen zufolge werden die Blüten und Blätter in Tees, Salben und Tinkturen verwendet.

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