Pflücksalat – Red salad bowl

lat. Lactuca sativa var. acephala

Englisch: Loosleaf lattuce

Schwachzehrer

Geschichte

Die Pflanzen des Pflücksalates auch bekannt als Eichenlaubsalat bilden keinen Kopf, sondern eine offene Blattrosette. Sein geschichtliches Erbe aus der Familie der Lacutra Sativa, verlieht ihm seinen nussartigen Geschmack und eichblattförmige, rote Blätter. Die Pflücksalate gehören zu den Korbblütengewächsen Asteraceae. Pflücksalate sind eine geeignete Vorkultur vor Tomaten, Gurken, Sellerie, Stangenbohnen, sowie eine gute Zwischenkultur bei Gurken, Rosenkohl und Artischocken zur Zeit der ersten Kulturwochen dieser Hauptkulturen. Als besonderes geschichtliches und kulturelles Highlight im Garten ist der Eichblattsalat ein Verwandter des Kopfsalates und des Endiviensalates. Der Pflücksalat wurde als Kulturpflanze erstmals in Amerika gezüchtet und wird heute insbesondere als kulturelles Genussvergnügen in Italien angebaut und gerne verzehrt.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,3 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 2,8 g
         davon Zucker
Ballaststoffe 1,8 g
Kalorien 16,0 kcal / 67,0 kJ

Gesundheit

Alle Blattsalate enthalten in ihren Stängeln und Blütenständen den weißen Milchsaft mit dem Bitterstoff Lactucin, der für den erfrischenden, leicht bitteren Geschmack der Salate sorgt und außerdem auf für einen gesunden Schlaf. Der opiatähnliche Stoff Lactucin wirkt beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Es hilft auch der Zirbeldrüse im Gehirn, das Schlafhormon Melatonin zu bilden. Bei den Informationen zu dem gesundheitlichen Wert ist insbesondere der hohe Wasseranteil von Salat von bis 95 % hervorzuheben. Somit hat auch der Eichblattsalat eine geringe Energiedichte und ist insbesondere für figurbewusste empfehlenswert.

Vermehrung

Das Saatgut des Pflücksalates wird ab April im Reihenabstand von 20 bis 25 cm an Ort und Stelle ausgesät und später auf 15 cm vereinzelt. Das Saatgut des Lichtkeimers wird auf einem Substrat flach ausgesät und nur leicht angedrückt. Weitere wesentliche Informationen zur Anzucht und Vermehrung: Salatpflanzen haben eine senkrechte Pfahlwurzel, diese muss beim Einsetzen der Jungpflanzen wieder senkrecht in den Boden, damit sie schöne Häupl bilden. Um ein Schossen zu vermeiden ist darauf zu achten, dass der Boden um die Pflanzen gut gelockert ist.

Klima

Voraussetzung für ein gutes Gedeihen der „Pflanzen“ bzw. Setzlinge ist ein gutes Feuchthalten. Empfehlenswert ist eine kleine, an der besten flüssigen Kopfdüngung von 20g/10l Wasser Blaukorn, Alcrisal oder ähnlichem auf 1m². Dies fördert deutlich die Entwicklung und lohnende Ernteerträge.

Ernte

Etwa sechs Wochen nach Aussaat kann die erste Pflücke, der unteren, stärker ausgebildeten Blätter stattfinden. Mehrmaliges Pflücken ist möglich. Die Haltbarkeit ist begrenzt. Schon nach einem Tag im Kühlschrank haben die Blätter ein Drittel ihres Vitamingehalts verloren. Ernte und Verzehr sollten dementsprechend zeitnah erfolgen.

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