Paprika – WE 880

lat. Capsicum annuum

Englisch: Sweet pepper

Starkzehrer

Geschichte

Der grüne Paprika, lateinisch Capsicum annuum, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist somit ein Verwandter der Kartoffel, Tomate und Aubergine. Wer nach Informationen über die ungefähr 70 bis 80 cm hohen standfesten Pflanzen sucht, findet Geschichtliches und Kulturelles, das doch etwas verblüfft. Diese heute so beliebten Pflanzen mit ihren vielen Früchten verdanken wir nämlich niemand geringeren als Christoph Kolumbus. Er war es, der den Paprika von seinen abenteuerlichen Seereisen nach Europa brachte.

Leider waren die Wildformen höllisch scharf. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis die Züchter es schafften, das Capsaicin zu entschärfen. Als dies gelang, war der Gemüsepaprika, wie wir in heute kennen, geboren. Die blockigen Früchte mit dem fruchtig-süßen Aroma sind zunächst grün und reifen dann rot ab. Die Paprika kann roh, gebraten, gegrillt oder gekocht verzehrt werden. Als Gewürz und Gemüse sind die Früchte in unseren Küchen längst etabliert. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,3 g
Fett 0,5 g
Kohlenhydrate 6,4 g
         davon Zucker 6,4 g
Ballaststoffe 3,6 g
Kalorien 43,0 kcal / 180,0 kJ

Gesundheit 

Der hohe Vitamin-C-Gehalt sowie die wertvollen Inhaltsstoffe, wie Carotine und Flavonoide, machen die Früchte äußerst gesund. Die Inhaltsstoffe haben eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Die Früchte der Heilpflanze finden Anwendung bei rheumatischen Beschwerden, Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen und bei Herz-Kreislaufproblemen. Außerdem wird dem Paprika eine gesundheitsfördernde Wirkung bei Halsschmerzen und bei Verdauungsproblemen zugeordnet. 

Vermehrung 

Das Saatgut wird von Ende Februar bis Mitte März in das Frühbeet gesät. Der Boden sollte nährstoffreich, humos und locker sein. Bevor das Saatgut einen Zentimeter tief in die Erde kommt, empfiehlt es sich, den Boden mit Horndünger oder Kompost zu versorgen. Fast noch besser als im Gemüsebeet, wächst der grüne Blockpaprika in Töpfen kultiviert im günstigen Kleinklima am Balkon oder auf der Terrasse. 

Klima 

Paprikas brauchen viel Wärme. Am wohlsten fühlen sich die Pflanzen zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Ideal ist ein sonniger, wind- und regengeschützter Standort. Die Triebe können brechen, deshalb ist es sinnvoll, die Paprikapflanze mit Stäben oder Drahtringen zu stützen. Regelmäßiges Düngen und Gießen steigert den Ertrag. Staunässe mag die Paprikapflanze aber überhaupt nicht. 

Ernte 

Geerntet wird von Juli bis September. Die Früchte werden drei Zentimeter über dem Fruchtansatz abgeschnitten.

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