Paprika (scharf) – Türkischer Gewürzpaprika

lat. Capsicum annuum

Englisch: Chili pepper

Starkzehrer

Geschichte 

In der Geschichte der Paprika spielt der Entdecker Christoph Kolumbus eine tragende Rolle. Als er gegen Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa zurückkehrte, brachte er aus Mittel- und Südamerika Samen der Paprika mit. Ihr geschichtliches und kulturelles Erbe liegt daher jenseits des Atlantiks. Die Pflanzen gediehen in der Sonne Südspaniens hervorragend und fanden umgehend den Weg in die iberische Küche. Über den Handel gelangten sie schließlich nach Ungarn und bis in die Türkei. Dies führte zur Züchtung neuer Sorten. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 0,0 g
Fett 0,0 g
Kohlenhydrate 3,0 g
         davon Zucker
Ballaststoffe
Kalorien 18,0 kcal / 75,0 kJ

Gesundheit

Die Paprika ist reich an den Vitaminen A, B und C. Sie enthält zudem große Mengen an Calcium, Kalium, Magnesium und Zink. Die amerikanischen Ureinwohner verwendeten den Paprika als Mittel gegen Arthrose. Hierzulande befinden sich die Inhaltsstoffe in ABC-Pflastern, die zur Linderung rheumatischer Schmerzen ihren Einsatz finden. Medizinischen Informationen zufolge, sind die Möglichkeiten der Paprika längst nicht ausgeschöpft.

Vermehrung 

Indoor lässt sich dieses Gewächs schon ab Januar und ganzjährig kultivieren. Outdoor sollte, je nach Temperatur, der März oder April abgewartet werden. In 70 Liter Kübeln können bis zu zwei Pflanzen untergebracht werden. Bei der Erde und Düngung ist die Paprika anspruchslos. Standard-Blumenerde reicht zur Aufzucht. Die Vermehrung findet über die Samen im Inneren der Pflanze statt. Greift der Mensch nicht ein, übernehmen Vögel die Verbreitung. Zu beachten gilt, dass die Samen der grünen Paprika sich nicht zur Zucht weiterer Fruchtfolgen eignen. Diese sind noch unreif. Färbt sich die Frucht gelb oder rot, ist das Saatgut perfekt! 

Klima 

Der europäische Siegeszug begann nicht umsonst in Südspanien. Allerdings gibt es auch frostresistente Züchtungen aus Ungarn. Für die türkische Gewürzpaprika ist jedoch ein warmes und sonniges Klima zu bevorzugen. Das Saatgut gedeiht laut Informationen begeisterter Hobbygärtner am besten bei gutem Sonnenlicht. 

Ernte

Als geschichtliches und kulturelles Erbe Mittel- und Südamerikas, haben sich die Erntezeiten in unseren Breitengraden den europäischen Bedingungen angepasst. Geerntet wird zwischen Juli und Oktober. Um die Triebe nicht zu beschädigen, sollte ein Veredelungsmesser benutzt werden. Auch der Tageszeitpunkt spielt eine Rolle. Morgens bis zum frühen Vormittag erhalten die Früchte die meisten Vitamine von der Mutterpflanze. Der Fantasie sind in der Küche keine Grenzen gesetzt!

X