Liebstöckel/Maggikraut

lat. Levisticum officinale

Englisch: Lovage

Schwachzehrer

Geschichte

Liebstöckel oder Maggikraut gehört zur Familie der Doldenblütler. Die winterharte, krautige Pflanze kann bis zu 2,5 Meter groß werden. Ursprünglich vermutlich aus Zentralasien stammend, ist der Liebstöckel auch im Mittelmeergebiet weit verbreitet. Geschichtliches: Die Pflanzen kommen in Ligurien (Italien) besonders häufig vor, und aus dem Lateinischen ligusticum wurde schließlich Liebstöckel. Kulturelles: Im 16. Jahrhundert wurde Liebstöckel als Aphrodisiakum verwendet – also ein „Stöckel der Liebe“. Als Kuriosum gilt die Tatsache, dass der Name Maggikraut nicht auf die Verwendung von Liebstöckel in Maggi-Würze herrührt. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 3,5 g
Fett 0,8 g
Kohlenhydrate 5,0 g
         davon Zucker
Ballaststoffe 3,0 g
Kalorien 42,0 kcal / 176,0 kcal

Gesundheit 

Neben der Verwendung als Gewürz gilt Liebstöckel auch als Heilpflanze. Die in allen Pflanzenteilen enthaltenen ätherischen Öle sind hilfreich bei Magen- und Darmbeschwerden. Auch bei Sodbrennen und Blasenleiden kann Liebstöckel für Linderung sorgen. Der Tee soll anregend wirken. Wichtige Informationen: Da Liebstöckel die Wehen fördern, ist er in der Schwangerschaft zu meiden. 

Vermehrung 

Das Saatgut wird Ende März bis Ende April im Gewächshaus oder Frühbeet in nährstoffreichen, leicht kalkhaltigen und lehmigen Boden gegeben. Auf ausreichende Feuchtigkeit ist zu achten. In wärmeren Gegenden und an geschützten Standorten kann die Aussaat auch direkt im Freien erfolgen. Eine größere Pflanze lässt sich auch vegetativ durch Teilung vermehren, es muss also kein Saatgut nachbestellt werden. Bei der Standortwahl sollte man beachten, dass Liebstöckel recht groß und breit werden und erst nach drei bis fünf Jahren ihre volle Größe erreichen. Sonnige Standorte sind ideal, die Pflanzen vertragen aber auch Halbschatten. 

Klima 

Die Erde sollte immer gleichmäßig feucht sein; der Wurzelballen darf niemals austrocknen, umgekehrt ist aber auch Staunässe zu vermeiden. Entsprechend ihrer Herkunft wird ein warmes bis gemäßigtes Klima bevorzugt. In Mitteleuropa sollte nach der Aussaat auf heftigere Nachtfröste geachtet werden. Dazu im Gegensatz ist die ausgewachsene Pflanze winterhart. Der Liebstöckel wirft im Herbst seine Blätter ab, treibt aber im Frühling wieder neu aus.

Ernte

Sowohl Blätter als auch Rhizom finden vielfältige Verwendung in der Küche. Idealerweise werden frische und jüngere Blätter in der Zeit vor der Blüte geerntet (im Juli bis August bildet das Maggikraut gelb-grüne Blüten). Liebstöckel ist recht robust und hält viele Schädlinge fern.

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