Kopfsalat – Wintermarie

lat. Lactuca sativa var. capitata

Englisch: Lettuce

Schwachzehrer

Geschichte

Am Kopfsalat besteht ein geschichtliches Interesse. Er stammt vom wilden Lattich ab, einer Steppenpflanze. Griechen, Römer und Ägypter kannten ihn bereits schon im Altertum. Im Mittelalter wurden die Pflanzen gekocht als Gemüse zubereitet. Im 18. Jahrhundert entwickelte König Friedrich Wilhelm von Preußen eine Vorliebe für die Pflanzen, er bereitete ihn erstmals frisch als Salat zu. Kulturelles Interesse an dem Salat stieg immer mehr, heute ist er von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,2 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 1,1 g
         davon Zucker 1,1 g
Ballaststoffe 1,4 g
Kalorien 14,0 kcal / 59,0 kJ

Gesundheit 

Medizinische Informationen: Schon im Mittalter wusste man die heilende Wirkung der Pflanze zu schätzen. Es gibt hierzu viele Informationen: Der frisch gepresste Saft wurde bei Schlafstörungen, Schmerzen, Keuchhusten, Nervosität, Menstruationsbeschwerden und bei erhöhter sexueller Erregung eingenommen. Als homöopathische Dosis sollte er Impotenz entgegenwirken. Der Stoff Lactucerol ist ein wirksamer Stresskiller. Die Pflanze ist kalorienarm und enthält die Vitamine Beta Carotin, Vitamin E, B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin C. Er enthält die Mineralstoffe Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat, Eisen und Zink. 

Vermehrung 

Das Saatgut kann von Januar bis September im Gewächshaus ausgestreut werden. Für das Freiland bietet sich April bis August an. Für die Keimung sind Temperaturen um 15 Grad am besten geeignet, die Keimung nimmt bei höheren Temperaturen ab. Man sät ihn in Saatschalen zur Anzucht aus. Später pflanzt man ihn dann ins Freie. Saatgut sollte für den Frühjahr- und Sommeranbau geeignet sein. Ab April kann er direkt im Beet ausgesät werden.

Klima 

Um die Nitratwerte niedrig zu halten, ist vor allem im Frühjahr und Herbst ein Standort in der direkten Sonne wichtig. 

Ernte 

Beim Anbau im Gewächshaus kann man den Salat ab April ernten, im Freiland von Mai bis Oktober. Schnecken lieben den Salat, vor ihren Fressspuren schützt ein Schneckenzaun. Der Kopfsalat hat heute bei uns in der Küche ein hohes kulturelles Ansehen, bei vielen Speisen wird er als Beilage gereicht. Er ist von unserem Speiseplan und in der Gastronomie nicht mehr wegzudenken und hat viele gute Inhaltsstoffe zu bieten. Er ist der meistangebaute Salat überhaupt.

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