Kohlrabi – Delikatess Witte

lat. Brassica oleracea var. gongylodes

Englisch: Turnip cabbage

Mittelzehrer

Geschichte

Kohlrabi ist eine Gemüsepflanze und eine Zuchtform des Gemüsekohls. Der lateinische Name bildet sich aus zwei Wörtern. „Caulis“ was für Kohl steht und „rapum“ bedeutet Rübe oder Wurzelknolle. Umgangssprachlich sprechen einige Gärtner von einer Oberrübe, denn Kohlrabi wächst über der Erde.

Geschichtliches: Die Rübe ist in Deutschland beheimatet. Erste Nennungen traten im 16. Jahrhundert auf. Die Herkunft ist ungeklärt. Jenseits des deutschsprachigen Raums ist Kohlrabi unbekannt. Allerdings sind in deutschen Läden Importe aus anderen Herkunftsländern zu kaufen, diese wurden extra für Deutschland angebaut. Vermutlich stammt Kohlrabi aus dem Mittelmeerraum. Die Pflanzen können einen Durchmesser bis zu acht Zentimeter aufweisen. Kohlrabi sind zweijährige Pflanzen, welche im ersten Jahr die Knollen bilden und im Zweiten mehr Wert auf Saatgut legen.

Optische Informationen: Seine Blätter besitzen eine dunkelgrüne Farbe, länglich eirund und weisen eine leichte Zähnung auf. Jedes Blatt ist mit einer bläulich-weißen Wachsschicht überzogen. Der Kohl ist aufgrund seiner plattrunden Form und seinen langstieligen Blättern zu erkennen.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,9 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 3,7 g
         davon Zucker 3,5 g
Ballaststoffe 1,5 g
Kalorien 28,0 kcal / 116,0 kJ

Gesundheit

Fünf Punkte machen die Pflanzen für den Menschen gesund: Senföl fördert die körpereigenen Abwehrkräfte, weil es antibakteriell und antiviral wirkt. Allerdings sind Senföle hitzeempfindlich. Das bedeutet, Kohlrabi muss schonend gegart werden. Kohlrabi ist bekömmlich und führt nicht wie andere Kohlsorten zum Blähbauch. Selbst roh ist dieser leicht verdaulich. Der kleine Kohl punktet mit 43 mg Magnesium pro 100 g Knolle. Ein wertvoller Lieferant für gesunde Knochen. Seine Ballaststoffe unterstützen die menschliche Verdauung und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. 100 g roher Kohl enthält 63 mg Vitamin C.

Vermehrung

Nach dem ersten Jahr benötigt die Pflanze einen geschützten Platz zum Überwintern. Kulturelles Wissen zeigt, dass Abdecken mit Kompost, oder Stroh hilft. Danach erfolgt eine Bestäubung im Frühjahr und die Folge sind schotenförmige Samenstände. Die Samen werden entnommen und getrocknet, sodass der Gärtner das Saatgut im kommenden Jahr aussäen kann.

Klima

Informationen Freiland: Das Gewächs ist empfindlich gegenüber großen Schwankungen in der Feuchte des Bodens. Die Knolle wächst in Mittel- und Westeuropa. Im Sommer und Herbst reichen ihm niedrige Temperaturen. Wohingegen Kohlrabi im Jugendstadium Wärme benötigt.

Informationen Gewächshaus: 
Verbreitet ist der Anbau im Gewächshaus in Deutschland, Holland, Österreich und in der Schweiz. Durch mangelnde Belüftung entsteht schnell Mehltau oder Schwarzbeinigkeit.

Ernte

Der optimale Zeitpunkt zum Ernten ist, wenn die Knolle die Größe eines Tennisballs erreicht. Dabei handelt es sich in etwa um sechs bis acht Wochen nach der Aussaat.

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