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Kohlrabi – Delikateß blauer

lat. Brassica oleracea var. gongylodes

Englisch: Turnip cabbage

Mittelzehrer

Aussaat

Aussaat: Februar – März
Ort: Topf
Saattiefe: 2 cm
Keimtemp.: 16 – 20 °C
Keimdauer: 5 – 8 Tage
auspflanzen: April
Reihenabstand: 30 cm
Pflanzabstand: 25 cm
Ernte: Mai/Juni

Geschichte

Die Herkunft sowie die Entstehung des blauen Kohlrabis (österreichisch: Kohlrübe, schweizerisch: Rübkohl) ist bislang ungeklärt. Es wird vermutet, dass der bei uns so beliebte Kohl aus dem Mittelmeerraum, oder Mittelasien kommt. Erst aus dem 16. Jahrhundert liegen uns sichere Beweise über die Existenz des Kohlrabis in Form von eindeutig identifizierbaren Zeichnungen vor.

Viel Geschichtliches lässt sich so leider nicht über die Pflanze herausfinden. Ein besonderes kulturelles Merkmal des blauen Kohls ist der Name. Dieser lässt sich zwar vom lateinischen „caulis“ (Kohl) „rapum“ (Knolle) ableiten, allerdings wurde der deutsche Name in einigen Ländern übernommen, wie beispielsweise ins Japanische, Russische, oder ins Englische. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 1,9 g
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 3,7 g
         davon Zucker 3,5 g
Ballaststoffe 1,5 g
Kalorien 28,0 kcal / 116,0 kJ

Gesundheit

Der blaue Kohlrabi enthält eine Vielzahl an Vitaminen. So enthalten beispielsweise schon 100 g von dem rohen Gemüse 67,1 mg Vitamin C, A, B1, sowie B2 und Niacin. Des Weiteren gibt die Pflanze auf 100 g – 545,9 mg Mineralstoffe, wie Eisen, Kalium, Calcium, Phosphor und Magnesium.

Das besondere Geheimnis der Kohlrabi Pflanze liegt in den Blättern. Diese enthalten rund doppelt so viele Nährstoffe wie die Knolle selbst. Carotin ist sogar 100-fach vorhanden. Die Blätter können mitgekocht werden. 

Vermehrung

Das Jahr des blauen Kohlrabis beginnt in D-A-CH Ländern Ende März/Anfang Mai. Zu diesem Zeitpunkt kann das Saatgut bereits unter Folie oder etwa in ein Frühbeet gepflanzt werden. Direkt ins Freie sollte es allerdings erst ab den Eisheiligen im Mai. Das Saatgut wird dabei in ca. 1 cm tiefe Löcher gepflanzt. Am besten verwendet man dafür spezielle Anzuchterde, Kokosfasern, oder etwa Kakteenerde.

Ab etwa 15-18 Grad werden sich die ersten Sprösslinge des Kohls bilden. 
Wichtig ist bei der Freilandpflanzung auf die Abstände der wachsenden Pflanzen zu achten. Diese sollten ungefähr bei 20 cm liegen. 

Klima

Da der Kohlrabi ein typisch deutsches Gemüse ist, liegt es nahe, dass er mit unserem Klima hervorragend zurechtkommt. Er ist klimatisch ziemlich breitgefächert und wächst größtenteils in Mittel- und Westeuropa. 

So wie sich der Kohlrabi in den Sommer- und Herbstmonaten mit niedrigen Temperaturen zufriedengibt, so braucht er im Jugendstadium Wärme.
Worauf man bei der Freilandpflanzung von Kohlrabi vor allem Acht geben sollte ist der Niederschlag, denn größere Schwankungen der Feuchte des Bodens können zum Aufplatzen der Knollen führen. 

Nach unseren Informationen wird der Kohlrabi – vielleicht gerade aus diesem Grund – besonders in den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und Deutschland in Gewächshäusern angebaut. 

Ernte

Die Pflanzen des Kohlrabis sind sehr robust. Dadurch und durch die verhältnismäßig kurze Entwicklungszeit werden sie oft als Vor-, Zwischen- oder Nachfrucht angebaut. Einige der frühen Sorten werden bereits nach ca. 8 Wochen geerntet. Bei der Ernte sollte man speziell auf die zu erreichende Knollengröße des Kohlrabis achten.

Eine Faustregel unter den Gärtnern besagt, dass kleinknollige Kohlrabi Arten die Größe eines Tischtennisballs haben sollten, um geerntet werden zu können. 

Dies sollte dann auch zügig getan werden, denn umso länger der Kohl reif in der Erde verweilt, umso holziger kann er werden. Geerntet wird der Kohl mit einem scharfen, sauberen Messer direkt unterhalb der Knolle.  Bei einem kühlen, sowie feuchten Lagerraum kann der Kohlrabi bis zu einigen Monaten lagerfähig sein.

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