Johanniskraut

lat. Hypericum perforatum

Englisch: St. John’s Wort

Schwachzehrer

Geschichte

Die Pflanzen bildet schalenartige Blüten die sich um den 24. Juni öffnen. Der 24. Juni wird auch Johannistag genannt, woher der Name der Pflanze stammt. Es ist eine sehr pflegeleichte Pflanze mit wenig Ansprüchen. Man findet sie auf Waldwegen, Feldern, am Straßenrand, also sie kommt fast überall vor. Sie hat heute ein großes kulturelles Ansehen bei uns. 

Das Johanniskraut hat schon in sehr früher Zeit in der Klostermedizin eine große Rolle gespielt. Die bekannteste Nonne die sich damit beschäftigt hat war Hildegart von Bingen. Die Wirkung des Johanniskrautes auf die Seele, bei Melancholie und Trübsal wurde erkannt. Auf ihr geschichtliches Wissen in Bezug auf die Heilwirkung wird heute gerne zurückgegriffen.

Zusätzliche Informationen: In der damaligen Zeit wurde diese Seelenkrankheit mit der Besetzung von Bösen Geistern oder dem Teufel in Verbindung gebracht, weshalb das Johanniskraut auch bei Exorzisten Verwendung fand. Wie schon erwähnt findet sich Johanniskraut in unsere christliche Kultur schon sehr früh wieder. Es wird heute bei Heilpraktikern und bei alternativen Heilmethoden eingesetzt die von Informationen aus der frühen Zeit profitieren. 

Gesundheit

Johanniskraut ist in erster Linie eine Teepflanze, heute gibt es sie auch als Kapseln, Tabletten oder als Lösung. Auch Rotöl wird aus Johanniskraut gewonnen, welches vor allem bei Hautkrankheiten eingesetzt wird. Der wichtigste Einsatz von Johanniskraut ist die Behandlung von Depressionen. Daneben gilt die Pflanze als Heilpflanzen in diversen Bereichen. Sie wirkt sich positiv auf den Bewegungsapparat, das Nervensystem, Frauenleiden, die Harnwege, den Stoffwechsel, die Verdauung und die Atemwege aus. Eine der Nebenwirkungen ist die Lichtempfindlichkeit die auftreten kann. Man sollte also kein Sonnenbad nehmen, wenn man Johanniskraut einnimmt. 

Vermehrung 

Die Vermehrung von Johanniskraut kann durch Stecklinge, durch Teilung der Pflanzen oder durch Saatgut geschehen. Saatgut kann man im Pflanzenversand problemlos kaufen. 

Klima 

Johanniskraut ist pflegeleicht. Es ist winterhart sollte aber im Winter mit Laub abgedeckt werden. Obwohl sie eine pflegeleichte Pflanze ist, ist sie auch anfällig für Schädlinge. 

Ernte 

Die Ernte findet während der Blütezeit statt. Für Tee liegt der Schnitt bei ca. 20 cm. Für die Herstellung von Extrakt bei maximal 20 cm oder weniger. Die Erntezeit richtet sich nach der Anbautechnik und dem Alter der Pflanze. 

Wie schon erwähnt findet sich Johanniskraut in unsere christlichen Kultur schon sehr früh wieder. Es wird heute bei Heilpraktikern und bei alternativen Heilmethoden eingesetzt die von Informationen aus der frühen Zeit profitieren.

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