Grünkohl – Halbhoher grüner Krauser

lat. Brassica oleracea var. sabellica

Englisch: Kale

Starkzehrer

Geschichte 

Der Grünkohl ist eine der ältesten Kohlsorten. Zum Punkt „Kulturelles“: Er wurde bereits im Altertum in Europa kultiviert. Auch im Römischen Reich wurde er schon angebaut, dort war es der Palmkohl, der als der Urkohl gilt. Diese Grünkohlart gibt es heute noch in Italien. Auch hierzulande gibt es Geschichtliches zu berichten: In deutschen Kräuterbüchern hielt er im 16. und 17. Jahrhundert Einzug. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 4,3 g
Fett 0,9 g
Kohlenhydrate 2,5 g
         davon Zucker 1,8 g
Ballaststoffe 4,2 g
Kalorien 45,0 kcal / 189,0 kJ

Gesundheit 

Grünkohl ist ein hochbasisches Lebensmittel. Basischer Ernährung wird heute ein kulturelles Interesse zugeschrieben. Im alten Ägypten behandelte man mit der Pflanze 83 Krankheiten. Er ist reichhaltig an Calcium, Eisen, Vitamin K und C und enthält zahlreiche Antioxidantien. Diese Stoffe helfen dem Organismus schädliche Stoffe loszuwerden. Er enthält wertvolle Proteine, weshalb er auch bei Vegetariern oft auf dem Speiseplan steht. Alten Informationen des griechischen Arztes Hippokrates nach, hilft der Kohl bei Magendarmbeschwerden, Durchfall, Husten und Heiserkeit. Der Römer, Carlo der Älter, glaubte den Informationen, dass der Kohl bei Brustkrebs heilend wirkt. 

Vermehrung 

Die Pflanzen brauchen viel Platz für das Wachstum. Das Beet sollte ausreichend groß sein, ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, kann das Saatgut direkt ins Freiland gebracht werden. Es sollte in zwei Zentimeter Tiefe gesät werden. Der Abstand zwischen den Reihen und den Pflanzen sollte bei vierzig bis fünfzig Zentimeter liegen. Eine gute Qualität beim Saatgut sorgt mitunter für kräftige Pflanzen. 

Klima 

Grünkohl ist ein typisches Wintergemüse, er wird nach dem ersten Frost geerntet. Das heißt aber nur die Ernte findet in den Wintermonaten statt, gepflanzt wird er aber nach dem 17. Mai, und gedeiht am besten in der vollen Sonne. Temperaturen bis zu minus 15 Grad übersteht er ohne Schaden, weshalb er auch in kalten Ländern angebaut wird. 

Ernte 

Nach dem ersten Frost beginnt die Erntezeit, welche hauptsächlich in der Zeit von November bis Januar liegt. Liebhaber schätzen hier die zarten jungen Blätter und Triebe in der Mitte der Pflanze. Die kalten Wintertemperaturen sorgen für den milden und süßlichen Geschmack, allerdings ist dazu kein Frost erforderlich. Grünkohl wird oft als Beilage zu deftigen Fleischgerichten gegessen, was vor allem in Norddeutschland sehr beliebt ist. Langsam findet dies aber auch in allen anderen Regionen Anklang. In vielen deutschen Regionen gibt es das „traditionelle Grünkohlessen“.

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