Frühlingszwiebel – Witte van Lissabon

lat. Allium cepa

Englisch: Spring onion

Mittelzehrer

Geschichte

Die Unterarten der Frühlingszwiebel sind überaus vielfältig, auch wenn sie sich kaum voneinander unterscheiden. Geschichtliches und kulturelles besagt, dass Zwiebelkraut im Allgemeinen seinen Ursprung im Orient haben soll und über Russland nach Europa verbreitet wurde. 

Bei der „Weißen von Lissabon“ handelt es sich um die wohl bekannteste Vertreterin der Frühlingszwiebeln. Ihr Laub besitzt eine kräftige, grüne Farbe und sie wächst wunderbar senkrecht. Geerntet ist sie allerdings nicht sehr lange haltbar und empfindlicher als die alternativen Speisezwiebeln.

Dafür ist sie deutlich leichter zu verarbeiten und wird quasi küchenfertig verkauft. Lediglich mit klarem Wasser abgespült, können die Pflanzen sofort weiterverarbeitet werden. Lediglich beim Erhitzen sollte man Vorsicht walten lassen, da die empfindlichen, grünen Stängel sonst ihren Geschmack verlieren. 

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 0,9 g
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 8,5 g
         davon Zucker 2,5 g
Ballaststoffe 2,8 g
Kalorien 47,0 kcal / 196,0 kJ

Gesundheit

Als Informationen zur Gesundheit lässt sich sagen, dass die Frühlingszwiebel ein wahrer Allrounder ist. Reich an Vitaminen A, B und C, sowie Eisen, sind diese Pflanzen ein richtiger Vitamin-Booster für das Immunsystem. Hinzu kommen zwiebeltypische Aromen, die Senföle, welche antibiotisch wirken und so entzündungshemmend sind. Auch im Anfangsstadium einer Erkältung sorgt der Verzehr von Lauchzwiebeln für einen freien Atem. 

Der positive Aspekt für alle Zwiebel-Skeptiker: Die Frühlingszwiebel schmeckt deutlich angenehmer, da aufgrund der früheren Ernte der typische Zwiebelgeschmack entsprechend weniger präsent ist. Aus diesem Grund besteht vor allem in Frankreich ein kulturelles Interesse an der Verarbeitung und Nutzung der Frühlingszwiebel. 

Vermehrung

Die Saison für die Frühlingszwiebel geht von April bis September. Da sie eine sehr robuste und anspruchslose Sorte ist, kann man sie die gesamte Gartensaison hindurch anbauen. 

Hierbei kann man mit klassischem Saatgut die generative Vermehrung anstreben, oder man versucht sein Glück mit der vegetativen Vermehrung, da die Frühlingszwiebel, wie viele Süß- und Sauergräser auch, einen sogenannten Horst bildet. 

Bei der Aussaat sollte das Saatgut in lockerer Erde dicht beieinander in einer Reihe platziert, mit Erde berieselt und leicht angegossen werden. Nach circa 8 Wochen verpflanzt man sie, verteilt sie ebenfalls dicht beieinander in einer Rinne, überdeckt sie mit Erde und gießt sie an. 
Informationen besagen, dass der Host mindestens drei Triebe aufweisen sollte, um die Chance auf Wachstum zu erhöhen. 

Klima

Die winterharte Pflanze lässt sich selbst im Herbst oder zeitig im Frühjahr aussäen. Wichtig ist für die Frühlingszwiebel ein sonniger Standort. Bei Temperaturen um die 15 bis 20 Grad Celsius herrschen für sie die optimalen Wachstumsbedingungen. 

Ernte

Nach circa drei Monaten kann die Frühlingszwiebel, bei bis dahin guten Wachstumsbedingungen, bereits geerntet werden. Bei einer Höhe zwischen 20 bis 30 Zentimetern ist es dann soweit. So ist es möglich bis zu dreimal im Jahr Frühlingszwiebel anzubauen und zu ernten. 

Selbst eine Dauerkultur ist mit den Lauchzwiebeln vorstellbar, indem lediglich ein kleiner Teil des Schafts mitsamt den Blättern abgeschnitten wird.

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