Drachenkopf

lat. Dracocephalum moldavica

Englisch: Moldavian dragonhead

Schwachzehrer

Geschichte 

Als Geschichtliches ist zu bemerken, dass der Drachenkopf Mitte des 16. Jahrhunderts nach Mitteleuropa kam. Ihren Weg fand die Pflanze über Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Weiteres Geschichtliches ist nicht bekannt. Andere Namen sind Moldawien-Drachenkopf oder Moldawische Melisse. Der Drachenkopf, der auch eine eigene Unterart darstellt, gehört zu den Lippenblütlern.

Der Name kommt von der Blütenform. Ein blauvioletter Blütenkelch erinnert vage an einen Drachen mit geöffnetem Schlund. Die Blätter sind keilförmig oder oval. Geruchlich erinnert das Gewächs an die Zitronenmelisse. Allerdings ist der Duft nicht so intensiv. Heute ist der Drachenkopf als Zierpflanze in vielen Gärten anzutreffen. Imkereien benutzen eine Vielzahl an Pflanzen als Futter für ihre Bienen. Erträge von 650 kg/Hektar sind keine Seltenheit. 

Gesundheit 

Die Informationen über ihre Heilwirkung sind bekannt. In der Volksmedizin ist der Drachenkopf als Heilmittel für Bauchschmerzen sehr beliebt. Leber- und Gallentätigkeit werden gefördert, die Magensaftbildung angeregt. Er wirkt zudem krampflösend auf den Magen- und Darmtrakt ein. Blüten und Blätter werden zu diesem Zweck verdauungsfördernden Teesorten beigemischt. Aufgrund dieser Tatsache lässt sich das Gewächs als kulturelles Erbe einstufen. 

Vermehrung 

Die Pflanzen werden zwischen 22 und 40 cm hoch. Für den Balkon sind sie daher geeignet. Der Abstand der Gewächse sollte 20 cm betragen. Im April oder Mai werden die Samen in 1-3 cm Tiefe in die Erde gepflanzt. Der Drachenkopf bevorzugt dabei ein kalkhaltiges Erdreich. Ein schwachsaurer Boden oder einer mit hohem Tonanteil ist dringend zu vermeiden. Dasselbe gilt für Staunässe. Die Lebensdauer liegt bei einem Jahr. Haben die Bienen sich ihren Nektar geholt, bildet der Drachenkopf sein Saatgut aus. Klima 

Schaut man sich im Sommer die Gärten an, sticht der Drachenkopf als kulturelles Highlight hervor. Vielfach ist er auch wild am Rande von Wanderwegen anzutreffen. In den Wintermonaten ist das Gewächs nicht zu sehen. Das Saatgut der Vorsaison muss im Folgejahr entsprechend neu ausgebracht werden. 

Ernte 

Blütezeit ist von Juli bis August. Bildet das Gewächs seinen Spross aus, ist der optimale Erntezeitpunkt erreicht. Dann findet der Drachenkopf seine Verwendung in den Küchen Deutschlands. Desserts, Getränke und Kuchen werden laut Informationen verfeinert. Auf Buffets ist die Pflanze als essbare Dekoration zu finden.

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