Dill – Tetra

lat. Anethum graveolens

Englisch: Dill

Schwachzehrer

Geschichte

Die Dill Pflanze- mehr als nur ein einfaches Gewürz.

Das oft als Gewürz und in Kräutermischungen verwendete Dill trägt ebenfalls den Namen Gurkenkraut, Dillfenchel oder Dillkraut. Der Dill gehört zu den Pflanzen der monotypschen Art Anethum und wird zu den Doldenblütler (Apiaceae) gezählt. Seinen Ursprung hat der Dill in Vorderasien. Heutzutage wird er allerdings auf der ganzen Welt angebaut. In Deutschland und seinen Nachbarländern gehört der Dill zu den in Küchen meist verwendeten Gewürzen.

Durchschnittlich erreicht die Dillpflanze eine Höhe von bis zu 75 Zentimetern. Größere Exemplare können aber auch schon einmal bis zu 120 Zentimetern hoch wachsen. Die Teile der Pflanze, die über halb der Erde liegen, sind eher kahl. Farbtechnisch rangiert der Dill zwischen grün Türkis und hellgrün. Riecht man an der Dillpflanze, so nimmt man einen sehr aromatischen Geruch wahr.

Der Stängel des Dills ist aufrecht und beginnt im oberen Drittel sich zu verzweigen. Der Dill wächst in ausladenden Blütenständen und hat tragblattlose Doppeldolden, die bis zu 30 Strahlen umfassen können. Seine geschichtlichen Wurzeln hat der Dill in Vorderasien. Besonders beliebt war er zu damaligen Zeiten in den Ländern wie Portugal, Spanien, Marokko, Tunesien und Algerien. In seiner wilden Form kam er auch in den mittleren Teilen Europas bereits früh vor.

Ernährung

Nährwerte Pro 100 g
Eiweiß 4,0 g
Fett 1,0 g
Kohlenhydrate 8,0 g
         davon Zucker
Ballaststoffe 2,1 g
Kalorien 55,0 kcal/ 230,0 kJ

Gesundheit

Allerdings liebten bereits die alten Ägypter die Dillpflanze, kulturelles Erbe also, das uns noch heute überliefert ist. Die Pharaonen ließen sich Dill sogar mit in ihr Grab legen. Es liegen Informationen vor, dass in der Antike von Griechenland Dill schon zum Würzen verwendet wurde.

Im Grunde besteht Dill aus Wasser, Proteinen, Fett, Kohlenhydraten, Rohfaser und ätherischen Ölen. Dill punktet mit seinem Kalium und Calcium Gehalt in puncto Gesundheit. Besonders wegen der ätherischen Öle ist Dill so beliebt als Gewürz.

Vermehrung

Dill gehört nicht zu den Kräutern der ersten Aussaat nach dem Winter, da es nicht zu kalt im Boden sein darf. Wenn sich diese Kräutersorte aber wohl fühlt, können schon nach einer Woche erste Keimlinge aus der Erde wachsen. In Mitteleuropa kann Dill ab Mitte April angepflanzt werden. Wir empfehlen das Abwarten der Eisheiligen. Der Dill braucht keine Magererde, sondern kann auch in normaler Gartenerde gedeihen. Du bist somit nicht auf den Einsatz eines Kräuterbeetes beim Anbau von Dill beschränkt. Er hat vielerlei positive Wirkungen für seine Nachbarn, z. B. für Erbsen, Karotten und Gurken. Denn er fördert die Keimfähigkeit und hält Schädlinge durch seine Duftstoffe ab. Die meisten Sorten Dill sind Lichtkeimer, die Samen müssen also nicht in der Erde vergraben werden. Am besten das Saatgut einfach oberflächlich verstreuen.

Klima

Der Dill mag eine feuchte Erde, aber keine Nässe. Der Boden um die Pflanzen herum darf aber auch niemals austrocknen. Ideal eignet sich eine Untersaat mit Tagetes oder Ringelblumen. Am besten wird der Dill zum Beispiel neben einem Kürbis gepflanzt. Der Schatten des Kürbisses hält den Boden rund um den Dill feucht. Wenn der Dill alleine steht, kann eine Mulchschicht helfen, den Boden feucht zu halten.

Ernte 

In der heutigen Zeit ist es gängig, dass das Saatgut des Dills beziehungsweise der Dill in der Gewächshauskultur und auf dem Freiland angebaut wird. Das Saatgut wird in den Boden oder in Töpfen in Kultursubstraten gepflanzt. Es ist ebenfalls möglich, Dill ohne Erde anzubauen, dies ist allerdings eher selten und gilt nur für die Zucht von Sprossen

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