Baldrian

lat. Valeriana officinalis

Englisch: Valerian

Schwachzehrer

Geschichte 

Zum Baldrian gibt es viel Geschichtliches zu berichten. Schriftsteller der Griechen und Römer erzählten in der Antike vom Einsatz gegen Menstruationsbeschwerden, Rippenfellentzündungen und vermindertem Harnfluss. Kulturelles Interesse an den Pflanzen hatten auch China und Indien. Im Mittelalter ist Geschichtliches von Valeriana officinalis in Bezug auf neu hinzugekommene Anwendungsgebiete bekannt.

Hier wären Magenschmerzen, Milz- und Leberprobleme, Vaginalausfluss und Verdauungsschwierigkeiten zu nennen. Als die Neuzeit begann, wurden zusätzlich Augenleiden mit Baldrian behandelt. Tauglich war er als vorbeugende Maßnahme gegen die Pest. Die Heilpflanze kann als kulturelles Allheilmittel bezeichnet werden.

Zum botanischen Namen gibt es Informationen, dass er von dem lateinischen Wort valere abstammt. Es bedeutet kräftig bzw. gesund sein. Baldrian könnte abgeleitet sein vom nordischen Lichtgott Balder. 

Gesundheit 

In der Medizin werden von den Pflanzen des Arzneibaldrians der Wurzelstock und die Wurzeln in getrocknetem Zustand verwendet. Gibt man Ethanol bei, gewinnt man Flüssig- oder Trockenextrakte. Das ätherische Baldrianöl und seine weiteren Inhaltsstoffe werden zu verschiedenen medizinischen Produkten verarbeitet.

Valeriana officinalis hat vor allem eine beruhigende, Angst lösende Wirkung und fördert den Schlaf. Hervorragend eingesetzt werden kann Baldrian bei Prüfungsängsten, Stress, Nervosität und Unruhe. 

Vermehrung 

Es gibt viele Informationen, wie man Baldrian vermehren kann. Die einfachste Möglichkeit ist es, entsprechendes Saatgut zu erwerben. Eine Direktaussaat ist möglich, der Erfolg ist mäßig. Eine Vorkultur wird empfohlen. In kleinen Anzuchtgefäßen wird das Saatgut in den letzten Wintermonaten ausgebracht.

Die Keimung sollte bei 18 – 20 Grad Celsius erfolgen. Bei einer Temperatur von 16 Grad Celsius wird mehrmals in größere Töpfe gewechselt und im Sommer sind die Pflanzen bereit für den Garten. Eine andere Methode ist die Vermehrung durch Bodentriebe und simple Stockteilung. 

Klima 

Baldrian bevorzugt nährstoff- und basenreiche, feuchte Ton- und Lehmböden. Man findet ihn in Europa und in gemäßigten Zonen Asiens. 

Ernte 

Ende September bis Mitte Oktober werden die Wurzelstöcke des Valeriana officinalis ausgegraben. Bei trockenem Wetter eignen sich die Morgenstunden am besten, weil der Gehalt der Wirkstoffe am größten ist. Blätter kann man vor der Blütezeit im Juni abzupfen. Sie können zu Salat zugegeben werden. Blüten werden im Juni und Juli geerntet.

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